Stimmvolk entscheidet über Claraturm

Stimmvolk entscheidet über Claraturm

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Für den Basler Grossen Rat war es klar: Mit einem deutlichen Mehr segnete er im Juni den Bebauungsplan für den Claraturm im Kleinbasel ab. Im 90 Meter hohen Hochhaus aus der Feder der Morger + Dettli Architekten sollen neben Büroräumlichkeiten, Restaurants vor allem Wohnungen untergebracht werden. Dennoch passt das Bauvorhaben nicht allen: Dieser Tage kam ein Referendum gegen den Bebauungsplan zustande.
 
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Turm des Anstosses: der geplante Claraturm.
 
Die Gegner stammen aus allen möglichen politischen Lagern: SVP-Mitglieder wollen die alten Häuser retten, die dem Gebäude zum Opfer fallen sollen, Grüne fürchten einen zu grossen Schattenwurf und der Mieterverband wehrt sich gegen die angeblich teuren Wohnungen – obwohl sich die Mieten laut Baudirektor Hans-Peter Wessels im mittleren Preissegment bewegen. „Wir haben gerade im Kleinbasel wirklich keinen Überschuss an Grün“, erklärte er gestern in einem Interview mit der „Basler Zeitung“ (BaZ). Deshalb sei es wichtig, dass die Grünflächen geschützt würden, auch wenn neuer Wohnraum entstehe. „Mit dem Claraturm werden 140 zusätzliche Wohnungen geschaffen, ohne dass ein einziger Quadratmeter Grünfläche verloren geht. Unter diesem Aspekt ist der Claraturm ein Projekt, das die Interessen Kleinbasels direkt aufnimmt.“ Laut Wessels soll das Referendum möglichst schnell vors Stimmvolk kommen. Er ist zuversichtlich, dass der Souverän grünes Licht geben wird: Schon bei der Planauflage habe es die Möglichkeit gegeben, Einsprache zu erheben, doch es sei zu keiner einzigen gekommen, so Wessels gegenüber der BaZ. Dies sei bei einem solch grossen Projekt bemerkenswert und deshalb sei er guter Hoffnung, dass man die Abstimmung gewinnen werde. (mai)