Stiefkind moderne Architektur

Stiefkind moderne Architektur

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Teaserbild-Quelle: Thomas Staenz
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Anfang November haben der SIA und weitere massgebende Verbände und Institutionen im Bereich Baukultur ihre Stellungnahme zur Kulturbotschaft des Bundes für die Jahre 2012-2015 eingereicht. Mit Erstaunen stellen sie fest, dass die zeitgenössische Baukultur im Wesentlichen ausgeklammert worden ist.

 

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Thomas Staenz
Quelle: 
Thomas Staenz
Zeitgenössische Architektur wie hier der Prime Tower in Zürich steht nicht im Fokus der Kulturförderung des Bundes

Über 146 Millionen Franken wurden als Finanzhilfe für das seit Jahren serbelnde Schweizer Filmschaffen gesprochen. Pro Helvetia kriegt für ihre Tätigkeiten ebenfalls über 140 Millionen, während für das Schweizerische Nationalmuseum über 100 Millionen Franken freigemacht werden. Wer nun vermutet, dass Bundesrat Didier Burkhalter für die Förderung moderner Baukultur einen Betrag in ähnlicher Grössenordnung vorsieht, wird bitter enttäuscht. Mit ganz wenigen Ausnahmen (Kultur als Wirtschaftszweig, Preise im Bereich Kunst sowie Biennale Venedig) gibt’s für die zeitgenössische Architektur und Ingenieursbaukunst keine Unterstützung.

Zu Recht monieren die Vereine rund um den SIA, dass Baukultur ein untrennbarer Bestandteil der kulturellen Identität und der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen in der Schweiz sei. Dazu kommt, dass helvetisches Architekturschaffen in aller Welt bei Fachleuten hoch angesehen ist. Schweizer Bauten stehen immer wieder im Fokus der Öffentlichkeit, wie zuletzt das Nationalstadion „Vogelnest“ in Peking. Einheimische Architekten wie Peter Zumthor oder Herzog & de Meuron holten in den letzten zehn Jahren den „Nobelpreis für Architektur“, den Pritzker Architecture Prize. Übrigens, aus keiner anderen Nation kamen im vergangenen Dezennium so viele Preisträger wie aus der Schweiz.
 
In ihrer Stellungnahme listen der SIA und weitere Vereine detailliert auf, welche Massnahmen für die kommende Periode zu ergreifen seien. Die wesentlichen Forderungen lauten:
  • die Entwicklung einer Gesamtstrategie unter Einbeziehung der Akteure der Baukultur
  • ein neues transversales Thema für die Periode 2012-2015
  • die Etablierung einer Fachkommission für zeitgenössische Baukultur
  • die Fortschreibung der Fördermittel für Heimatschutz und Denkmalpflege
  • die Etablierung von Plattformen für zeitgenössische Baukultur
  • die Förderung von Massnahmen zum Aufbau von baukultureller Kompetenz in der Bevölkerung
Neben dem SIA tragen folgende Akteure der Baukultur die Stellungnahme mit: bauenschweiz, Bund Schweizer Architekten, Bund Schweizer Landschaftsarchitekten, Fachverband Schweizer Raumplaner, Konferenz der Schweizer Kantonsbaumeister und -architekten, Schweizer Heimatschutz, Schweizerisches Architekturmuseum, Schweizerischer Baumeisterverband, Spacespot und Vereinigung Schweizer Innenarchitekten. (tst/mgt)
 
Der Anhörungsentwurf für die Kulturbotschaft des Bundes 2012-2015: http://www.bak.admin.ch/themen/kulturpolitik/03720/03724/index.html?lang=de
Der Text der Stellungnahme des SIA und anderer wichtiger Bauakteure :http://www.sia.ch/d/aktuell/presse/mitteilungen/20101108_kulturbotschaft_d.pdf