Stellenmarkt trotzt europäischer Krise

Stellenmarkt trotzt europäischer Krise

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Die Krise im Euroraum scheint dem Schweizer Stellenmarkt nichts anhaben zu können: Im dritten Quartal ist der Swiss Job Market Index des Stellenvermittlers Adecco im Vergleich zum Vorquartal um 3 Prozent gestiegen.
 
Damit werde die ausgesprochene Beständigkeit des Personalbedarfs der Schweizer Unternehmen bestätigt, teilte Adecco am Donnerstag mit. Mit Ausnahme des leichten, saisonal bedingten Rückgangs im vierten Quartal 2011 halte sich das Stellenangebot auf konstant hohem Niveau. Der Index erreichte per Ende September 100.5 Punkte.
  
Mit Ausnahme der Genferseeregion (-8 Prozent) waren alle Regionen der Schweiz im Plus. Den stärksten Anstieg im Vergleich zum zweiten Quartal verzeichnete dabei die Ostschweiz mit einem Plus von 8 Prozent. Möglich gemacht habe dies insbesondere die positive Entwicklung in der Industrie, bei den Bauberufen sowie im technischen Bereich, hiess es in der Mitteilung.
  
Auch das Espace Mittelland verzeichnete eine überdurchschnittlich hohe Nachfrage mit einem Plus von 6 Prozent. Das Stellenangebot in der Nordschweiz (+4 Prozent) präsentierte sich ebenfalls äusserst positiv. Der Grossraum Zürich lag mit +3 Prozent im gesamtschweizerischen Durchschnitt. Das Angebot in Zentralschweiz lag mit einem leichten Zuwachs von 1 Prozent hingegen deutlich darunter.
  
Am meisten Stellen verzeichnete Adecco im Bereich Verkauf und Marketing (+16 Prozent). Auch das Stellenangebot in industriellen und baugewerblichen Berufen sowie in den Bereichen Technik und Informatik sei überdurchschnittlich stark gewachsen (jeweils +11%). Die Berufsfelder Büro und Verwaltung, Gastgewerbe und persönliche Dienstleistungen (jeweils -4 Prozent) sowie Medizin und soziale Dienstleistungen (-8%) verzeichneten gemäss dem Job-Index hingegen eine rückläufige Entwicklung. (sda)