Steinschlaggefahr am Lopperviadukt in Nidwalden

Steinschlaggefahr am Lopperviadukt in Nidwalden

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Teaserbild-Quelle: Bildquelle: Sylvia Senz
Das "Dreckloch" am Vierwaldstättersee bei Hergiswil ist eine steile Felsschneise über dem Lopperviadukt, aus der sich hin und wieder Gestein löst. Seit der Eröffnung des Kirchenwaldtunnels ist die Autobahnstrecke entlang des Loppers gesperrt. Mit den Felsräumungen wurde inzwischen begonnen.
 
Der Loppernordhang mit dem «Dreckloch» ist ein Ausläufer des Pilatus und ein «gefährlicher Berg», wie Niki Plüss, Bauleiter bei Slongo Röthlin Partner AG, erzählt. Plüss, im Auftrag des Bundesamts für Strassen (Astra) für die Felsräumung verantwortlich, war in der Wand und hat den Fels und die alten Steinschlagverbauungen inspiziert. «Bevor wir mit der Sanierung des Tunnels und der Viadukte überhaupt beginnen können, müssen wir erst einmal ein sicheres Arbeiten ermöglichen.»
 
  
Wegen der Felssturzgefahr war der Kirchenwaldtunnel gebaut und die Autobahn in den Lopperberg verlegt worden. Seit Ende Juni wird nun oberhalb der gesperrten Strasse ein Teil der Vegetation gerodet, der Fels gereinigt, und die alten Steinschlagschutznetze werden geleert, teilweise entfernt und ergänzt. Überprüft wird der Zustand aller bestehenden Anker, der Korrosionsschutz bei den Ankerköpfen wird erneuert und die Ankerauflagen und Schutzdächer werden überprüft. Die Mess- und Überwachungseinrichtungen werden wenn nötig instand gestellt. Im Bereich der Portalzone Acheregg wird die verankerte Felswand über dem Fallboden überprüft und instand gesetzt. Zusätzlich werden die Abdichtungen auf der Galerie, die Spannglieder und die Qualität des Eindeckungsmaterials geprüft.

Arbeiten am überhängenden Fels

Ein paar Felsarbeiter steigen über einen kaum sichtbaren, schmalen Kletterpfad aus der grünen Wand, wo sie mit Räumungsarbeiten beschäftigt waren. Für die gefährliche Arbeit seilen sich speziell ausgebildete Männer ab. «Die Seillänge beträgt bis zu 150 Meter, gearbeitet wird am hängenden Seil», sagt Niki Plüss. Die Männer lösen lockere Felsbrocken und zerkleinern diese, wenn nötig. «Zeitweise befinden sich bis zu zehn Leute in einem Abstand von zwei bis fünf Metern an den Seilen», erzählt Plüss. Wenn Felsen überhängend sind, muss auf Gerüsten gearbeitet werden. «Manchmal findet das in einer Höhe von rund 70 Metern statt.» Erste Priorität habe aber immer die Arbeitssicherheit, und je nach Wetterlage werden risikoreiche Arbeiten erst dann ausgeführt, wenn dies gefahrlos möglich ist.
 
Lesen Sie den ganzen Artikel von Sylvia Senz in der Baublatt Ausgabe Nummer 36.
 
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