Staumauer für Walliser Pumpspeicherkraftwerk um 20 Meter erhöht

Staumauer für Walliser Pumpspeicherkraftwerk um 20 Meter erhöht

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Der alte Emosson-Stausee, Schweizer Luftwaffe

Die Erhöhung der Staumauer Vieux-Emosson um 20 Meter für das Pumpspeicherkraftwerk Nant de Drance im Wallis ist abgeschlossen. Der obere Stausee des Kraftwerks kann nun doppelt so viel Wasser speichern wie zuvor. Das Kraftwerk soll ab 2018 etappenweise in Betrieb gehen.

Der alte Emosson-Stausee, Schweizer Luftwaffe

Bei der Erhöhung auf 65 Meter hoch wurden 68 000 Kubikmeter Beton, verteilt auf 475 Blöcke, eingebaut, wie der Energiekonzern Alpiq am Donnerstag mitteilte. Mit 25 Millionen Kubikmeter Wasser wurde die Kapazität verdoppelt.

Der Vieux-Emosson ist die Batterie des im Bau befindlichen Pumpspeicherkraftwerks Nant de Drance. Dieses verbindet durch einen Berg die beiden Stauseen Vieux Emosson und Emosson.  Bei hohem Strombedarf wird durch einen 425 Meter hohen Vertikalschacht Wasser vom Vieux-Emosson auf 6 Turbinen-Generatoren gelassen und Strom produziert. Danach fliesst das Wasser in den unteren Emosson-Stausee.

 Bei geringem Strombedarf wird das Wasser von den gleichen Maschinen wieder in den oberen Stausee hochgepumpt. Das Pumpspeicherkraftwerk kann innert kurzer Zeit bis zu 900 Megawatt Strom produzieren und soll Schwankungen der Wind- und Sonnenenergie ausgleichen können.

 Zudem soll es zur Stabilität des Schweizer und europäischen Stromnetzes beitragen. An Nant de Drance sind neben der Alpiq auch die Industriellen Werke Basel (IWB), das Walliser Energieunternehmen FMV AG sowie die SBB beteiligt.

 Nachdem Anfang März die riesige Maschinenkaverne im Berginnern eingeweiht wurde, läuft nun die Vorbereitung für den Einbau der sechs Pumpturbinengruppen. Die Inbetriebnahme des Pumpspeicherkraftwerks ist ab 2018 etappenweise geplant. (sda)