Startschuss für Bieler Gaswerkareal

Startschuss für Bieler Gaswerkareal

Gefäss: 
Für die Neugestaltung des Bieler Gaswerkareals mit Kosten von 54 Millionen Franken hat das Bieler Stadtparlament grünes Licht gegeben. Drei der sechs Vorlagen bedürfen noch der Zustimmung der Stimmberechtigten.
 
Bedingung für eine Neugestaltung des als Parkplatz für das Kongresshaus genutzten Areals ist die Beseitigung der Altlasten, die unter dem Asphaltbelag versiegelt sind. Die sehr giftigen Abfälle stammen aus der 1967 eingestellten Gasproduktion. Für deren Beseitigung sind acht Millionen Franken veranschlagt.

Parkplätze in den Boden verlegen

In einem zweiten Schritt müssen die über 600 Parkplätze in ein unterirdisches Parkhaus verlegt werden. Gebaut werden soll das Parkhaus von der stadteigenen Parking Biel AG. Die Kosten betragen 28 Mio. Franken. An diese gewährt die Stadt Biel aus der Sonderrechnung Parkplatzwesen ein zinsloses Darlehen von 3 Mio. und ein verzinsliches von 5 Mio. Der Rest wird über Bankkredite finanziert. Über dem Parking soll ein öffentlicher Platz entstehen, östlich davon ein Park. Mit der Erneuerung des Kongresshaus-Parks ergeben sich Kosten von 15,2 Mio. Franken. Landverkauf bringt Einkünfte
 
Damit die Nordseite des Platzes durch eine angemessen gestaltete Fassade eingefasst wird, hat die Stadt Biel die Eigentümerin des angrenzenden Shopping- Centers dafür gewonnen, einen Anbau zu erstellen. Dafür will sie ihr 5600 Quadratmeter Land verkaufen. Der daraus resultierende Buchgewinn von 8 Mio. Franken dient zum Mitfinanzieren der anderen Projekte. Dasselbe gilt für 12 Mio. aus einem anderen Landverkauf.  Als Gefäss dafür hat das Stadtparlament die Spezialfinanzierung Esplanade geschaffen. Schliesslich soll die Gelegenheit genützt werden, um das Nebenhaus des Autonomen Jugendzentrums (AJZ) durch einen Anbau an das Konzertlokal im ehemaligen Gaskessel zu ersetzen. Dafür stellt die Stadt Biel dem AJZ 2,8 Mio. Franken zur Verfügung.

Breite Zustimmung, punktuelle Kritik

Das Paket wurde von allen Fraktionen unterstützt. Die Grünen kritisierten, die Vorlagen seien zu wenig ökologisch und nachhaltig. Ihr Antrag, für den Shopping- Anbau das Minergie-P-Label vorzuschreiben, unterlag deutlich. Die Bieler Volkspartei bekämpfte den AJZ-Beitrag. Am meisten Gegenstimmen, nämlich sieben, erhielt der Landverkauf.
 
Dem Volk unterbreitet werden müssen die Vorlagen Altlasten-Entsorgung, Oberflächen-Gestaltung und Landverkauf. (ka/sda)