Startschuss für 4-Meter-Korridor

Startschuss für 4-Meter-Korridor

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Teaserbild-Quelle: zvg

Auf der Gotthard-Basislinie werden in den nächsten Jahren 20 Tunnels angepasst, damit Sattelauflieger mit vier Metern Höhe auf Bahnwagen transportiert werden können. Heute ist der Startschuss für den 4-Meter-Korridor gefallen. Den Anfang machen die Tunnels Crocetto und Giustizia südlich von Biasca.

Auf der rund 270 Kilometer langen Gotthardachse zwischen Basel und der italienischen Grenze müssen rund 20 Tunnels angepasst werden. Hinzu kommen Anpassungen an rund 80 Perrondächern und Signalanlagen. Dies, damit Sattelauflieger mit vier Metern Eckhöhe auf Bahnwagen transportiert werden können. Wie es in einer Mitteilung der SBB heisst, starten die Bauarbeiten nun bei den Tunnels Crocetto und Giustizia.

Projekte werden bis Ende Jahr eingereicht

Nachdem das Parlament den Bau und die Finanzierung über insgesamt 990 Millionen Franken gutgeheissen hatte und die entsprechenden Gesetzesänderungen in Kraft getreten sind, hat der Bundesrat kürzlich die nötige Vereinbarung mit der SBB gutgeheissen. Diese wird nun bis Ende dieses Jahres sämtliche Projekte zum 4-Meter-Korridor beim Bundesamt für Verkehr (BAV) zur Genehmigung einreichen, heisst es im Communiqué weiter. 2016 starte der Neubau des Bötzbergtunnels – mit Kosten von 348 Millionen Franken das grösste Teilprojekt. Der gesamte 4-Meter-Korridor soll im Jahr 2020 in Betrieb genommen werden.

Doppelstockzüge möglich

Der Korridor trägt sowohl dem Bedürfnis der Transportbranche als auch demjenigen der Verkehrsverlagerung Rechnung, schreibt die SBB. Denn Spediteure setzten im kombinierten Verkehr vermehrt Sattelauflieger mit vier Metern Eckhöhe ein. Dank des Korridors auf der Gotthardachse könnten diese per Bahn bis in die Terminals in Norditalien transportiert werden. Zudem werde im Personenverkehr der Einsatz von Doppelstockzügen möglich. (pd/mt)