Ständerat lehnt Grundstückgewinnsteuer ab

Ständerat lehnt Grundstückgewinnsteuer ab

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Wer sein Haus verkauft und andernorts ein neues kauft, soll bei der Besteuerung des Gewinns nicht besser wegkommen als heute. Der Ständerat will nicht auf einen Gesetzesvorschlag der nationalrätlichen Wirtschaftskommission eintreten.
 
Damit folgte der Ständerat stillschweigend der eigenen Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK), die wie der Bundesrat den Systemwechsel ablehnte. Zur Debatte steht der Aufschub der Grundstückgewinnsteuer für Hausbesitzer, die ihre Liegenschaft verkaufen und ein neues Haus erwerben. Zurzeit wird die Steuer nur auf jenem Teil des Gewinns aufgeschoben, der in eine neue Liegenschaft investiert wird. Der frei verfügbare Gewinn wird besteuert. Neu soll auch ein Teil des frei verfügbaren Grundstückgewinns dem Steueraufschub unterliegen. Damit werde das System komplizierter, sagte WAK- Sprecher Bruno Frick (CVP/SZ).
 
Nun geht die Vorlage zurück an den Nationalrat, der sie im Juni unterstützt hatte. Die bürgerliche Mehrheit hatte argumentiert, die Vorlage unterstütze die berufliche Mobilität von Wohneigentümern. Den Anstoss zur Vorlage hatte eine parlamentarische Initiative des ehemaligen Zürcher FDP-Nationalrats Rolf Hegetschweiler gegeben, der langjähriger Direktor des Hauseigentümerverbandes von Stadt und Kanton Zürich war. (sda)