Stadttunnel Zug: Licht in Sicht?

Stadttunnel Zug: Licht in Sicht?

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Das Grossprojekt Stadttunnel Zug hat eine wichtige Hürde genommen: Der Kantonsrat sagte grundsätzlich Ja zum 890 Millionen Franken schweren  Projekt. Er beschloss, auf die Vorlage einzutreten. Noch unklar ist aber, wer wie viel an das viel diskutierte Grossprojekt zahlen soll.

Die Detailberatung wurde allerdings aus Zeitgründen auf den 11. Dezember verschoben. Zur Diskussion stehen die Beteiligungen von Stadt Zug und Kanton Zug sowie eine temporäre Erhöhung der Motorfahrzeugsteuer. Je nach dem, wie das Paket am 11. Dezember geschnürt wird, wollen einige Parlamentarier das Jahrhundertprojekt dann aber doch noch ablehnen. Sicher ist somit noch nichts.  Ungeachtet dessen, wie der Rat aber entscheidet: Das letzte Wort hat das Volk. Die Vorlage untersteht dem Behördenreferendum. Sollte der Rat am 11. Dezember Nein sagen, dürften sich problemlos 30 Ratsmitglieder finden lassen, die den Tunnel nicht scheitern lassen wollen.

Grosser Knackpunkt der Vorlage ist das Geld: Der Tunnel soll 890 Millionen Franken kosten. Die finanzielle Lage des Kantons Zug sieht aber längst nicht mehr so komfortabel aus wie damals, als das Projekt entworfen wurde. Ein erster Vorstoss dafür wurde bereits 1992 im Kantonsrat eingereicht. Ziel des Stadttunnels ist es, das Zentrum der Stadt Zug zu beruhigen und die Blechschlangen in den Untergrund zu verbannen. Über 50 Prozent des Verkehrs, der heute durch die Stadt rollt, ist Durchgangsverkehr.

Geplant ist ein vierarmiges System mit einem unterirdischen Kreisel. Das Zentrum würde durch den Stadttunnel zu einer grossen Fussgängerzone mit autofreien Plätzen, vergleichbar mit Schaffhausen. Läuft alles nach Plan, ist das Werk 2030 fertig. (sda/mai)