Stadtspital Triemli eröffnet neues Bettenhaus

Stadtspital Triemli eröffnet neues Bettenhaus

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Teaserbild-Quelle: Ralph Feiner

Was lange währt, wird endlich gut: Nach über zehnjähriger Planungs- und Bauzeit ist heute das neue Bettenhaus des Zürcher Stadtspitals Triemli eröffnet worden. In mehr als einer Hinsicht ist es ein Pionierbau.

Innerhalb der Gesamterneuerung des Triemlis war der Neubau des Bettenhauses ein Schlüsselprojekt. Jetzt ist Zürichs neuestes Markenzeichen offiziell eröffnet worden. 18 Stockwerke ragt es in den Himmel. Der elegante Längsbau mit seiner gläsernen Fassade bietet Platz für mehr als 500 Betten. „Das Bettenhaus ist kein Spitalbau von der Stange, sondern massgeschneidert auf die Arbeitsabläufe des Stadtspitals“, betonte Stadträtin Claudia Nielsen an der Eröffnung. Wer ins neue Bettenhaus muss – es ist ja immer noch ein Spital –, darf sich wenigstens über ein Zweibett-Zimmer freuen. Die gibt’s neu nämlich für alle. Ebenso dürfte der Ausblick zum Uetliberg und auf die Stadt von so manchem Zipperlein ablenken. Grossflächige Fenster machen es möglich. Das neue Herzstück des Triemli-Spitals verfügt ausserdem über einen „Patienten Universal Terminal“. Damit kann nicht nur Essen bestellt, telefoniert und im World Wide Web gesurft werden. Die Ärzte können ausserdem direkt am Bett auf Röntgenbilder und Laborwerte zugreifen und diese gemeinsam mit den Patienten besprechen. Nielsen betonte: „Das Stadtspital Triemli ist ein Zukunftsmotor für den Gesundheitsstandort Zürich.“

Im Bereich des nachhaltigen Bauens hat das neue Bettenhaus Vorbildcharakter. Der Zürcher Hochbauvorsteher André Odermatt nennt es ein „geglücktes Pionierprojekt“. Denn es handle sich um das erste Bauvorhaben in Zürich und sogar schweizweit, das die Ziele der 2000-Watt-Gesellschaft so umfassend erfülle. Ausserdem ist es das erste Minergie-P-Eco zertifizierte Spitalgebäude des Landes.

Der Bau war ein Grossprojekt. Umso erfreuter zeigten sich die Vertreter der Stadt, dass das Bettenhaus termingerecht dem Spital als Eigentümerin übergeben werden konnte und man auch im geplanten Kostenrahmen von 290 Millionen Franken (ohne Teuerung) bleiben konnte. Der Betrieb wird am 1. April aufgenommen. (mt/pd)