Stadt Zürich: Jeder Dritte findet keine bezahlbare Wohnung

Stadt Zürich: Jeder Dritte findet keine bezahlbare Wohnung

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Teaserbild-Quelle: Bild: Miquel Fabre flickr CC BY-NC-ND 2.0

Eine Befragung der Stadtentwicklung Zürich bei Zu- und Wegziehenden hat ergeben, dass die Suche nach einer passenden Bleibe etwas einfacher geworden ist. Dennoch fanden 38 Prozent keine für sie bezahlbare Wohnung in der Limmatstadt.

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Die Stadt Zürich verzeichnet mehr Zuzüge.

Alle vier Jahre befragt die Stadtentwicklung Zürich in Zusammenarbeit mit dem Bevölkerungsamt Zu- und Wegziehende nach ihren Gründen. Demnach ist die Familie der meistgenannte Wegzugsgrund (27 Prozent). 23 Prozent machten Wohnungsgründe geltend und 20 Prozent berufliche Wechsel. Die familiären Gründe und die beruflichen Wechsel seien seit der letzten Befragung 2012 etwa stabil geblieben, während Wohnungsgründe seltener genannt worden seien, schreibt die Stadt dazu.

Keine bezahlbare oder passende Wohnung

Neben den Hauptgründen wollte die Stadtentwicklung auch detailliertere Gründe von den Befragten erfahren. Hier gaben 38 Prozent an, aus der Stadt weggezogen zu sein, weil sie keine von ihnen als bezahlbar beurteilte Wohnung gefunden haben. Für 32 Prozent gab es keine passende Wohnung, und 38 Prozent fanden ausserhalb der Stadt eine schöne Wohnung. Gegenüber 2012 sind laut Mitteilung vor allem Aus- und Weiterbildungen als Wegzugsgrund «deutlich wichtiger» geworden.

Bewusster Zuzug in die Stadt

Beim Zuzug in die Limmatstadt war der mit Abstand am meisten genannte Hauptgrund ein beruflicher Wechsel (34 Prozent), gefolgt von Aus- und Weiterbildungen (25 Prozent). Während diese beiden Gründe seit 2012 «etwas an Bedeutung verloren» hätten, seien das Stadtleben/Wohnumfeld (18 Prozent) sowie familiäre Gründe (16 Prozent) «wieder deutlich wichtiger geworden».

Die meisten der Befragten (71 Prozent) zogen ganz bewusst in die Stadt Zürich. Jeder zweite nannte als detaillierten Zuzugsgrund einen Stellenwechsel, Aus- und Weiterbildungen, kürzere Arbeitswege, das Wohnumfeld oder eine schöne Mietwohnung.

Die meisten Befragten haben vor allem in der Stadt eine Wohnung gesucht und daher keine Alternative in Betracht gezogen. Fast jeder zweite (43 Prozent) empfand die Suche als «eher schwierig». Das sind laut Communiqué «deutlich weniger» als bei der Befragung vor vier Jahren (56 Prozent). Ebenfalls fast jeder zweite Wegziehende (46 Prozent) versuchte zuerst in der Stadt eine Bleibe zu finden und zügelte erst, als das nicht klappte. Für 82 Prozent von ihnen waren die Wohnungen zu teuer. (pd/mt/sda)