Stadt Luzern steht hinter Verkehrsprojekt Bypass

Stadt Luzern steht hinter Verkehrsprojekt Bypass

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Teaserbild-Quelle: Quelle: www.bypasslu.ch

Das Gesamtsystem Bypass soll Luzern vom Verkehr entlasten. Der Stadtrat stellt sich hinter das Milliardenprojekt, das hauptsächlich vom Bund finanziert wird. Aber er fordert auch Verbesserungen.

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Quelle: www.bypasslu.ch
Gesamtsystem Bypass

Die A2 und die A14 stossen an ihre Kapazitätsgrenzen, die Stadt Luzern wird zunehmend vom Verkehr überrollt. Deshalb wurde im Rahmen des Agglomerationsprogramms Luzern das Gesamtsystem Bypass entwickelt. Bis auf das kantonale Teilprojekt Spange Nord wird es vom Bund finanziert. Kostenpunkt: rund 1,6 Milliarden Franken.

Der Kanton hat die Gemeinden zu einer Stellungnahme eingeladen, und der Stadtrat stellt sich nun hinter das Projekt. Es helfe, die Innenstadt vom Autoverkehr zu entlasten. Dank der Verlagerung auf die Spange Nord und die Stadtautobahn entstehe im Zentrum Raum für den öffentlichen Verkehr. Deshalb sei das Gesamtsystem Bypass auch ein wichtiger Bestandteil der städtischen Mobilitätsstrategie, die im Juni vom Grossen Stadtrat zustimmend zur Kenntnis genommen wurde.

Fragen hat die Stadt noch beim Teilprojekt Spange Nord. Es müsse zwingend optimiert werden. Der Stadtrat fordert vom Kanton, dass bei der weiteren Planung darauf geachtet wird, dass die Lebensqualität in den betroffenen quartieren nicht beeinträchtigt, die Naherholung insbesondre im Raum Reuss-Rotsee nicht gefährdet und Mehrverkehr auf Gemeindestrassen verhindert wird.

Das Gesamtprojekt

Ausbau Nord: Im Norden der Stadt soll der Autobahnabschnitt Verzweigung Buchrain bis Rotsee mit je einer zusätzlichen Spur ergänzt werden. Dafür müssen der Tunnel Rathausen mit einer dritten Röhre ausgestattet und die Bauwerke an der Verzweigung Rotsee erweitert werden.

Tunnel Bypass: Geplant sind zwei zweistreifige Tunnels, die Luzern und die Reuss unterqueren. Drei Viertel der Gesamtlänge von vier Kilometern sollen im bergmännischen Verfahren erstellt werden, der Rest im Tagbauverfahren. Die Anschlusspunkte liegen auf der Autobahn im Norden im Bereich Ibach und im Süden im Bereich Grosshof.

Ergänzung Süd: Zwischen den Anschlüssen Luzern-Horw und Hergiswil in Richtung Norden ist ein dritter Fahrstreifen nötig. Zwischen dem Anschluss Hergiswil und der Verzweigung der A8 und der A2 soll der Verflechtungsstreifen verlängert werden.

Stadtautobahn: Die A2 zwischen der Verzweigung Rotsee und dem Anschluss Luzern-Kriens soll zur Stadtautobahn für den Ziel- und Quellverkehr der Agglomeration Luzern werden. Der nördliche Stadtteil und die westlichen Quartiere können durch die Öffnung des Anschlusses Lochhof mit der Anbindung an die Spange Nord und der Verbindung zur Fluhmühle an die Stadtautobahn angeschlossen werden.

Spange Nord: Sie ist als neue städtische Hauptverkehrsachse zur Entlastung des Stadtzentrums geplant und führt vom Gebiet Schlossberg über die Friedentalstrasse zum Anschluss Lochhof und weiter über die Reuss ins Gebiet Fluhmühle. Sie soll die verkehrliche Wirkung des Bypasses deutlich verbessern. Ausserdem kann durch die Spange Nord der strassengebundene ÖV verbessert werden. (pd/mt)


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