Stadion-Drama des HCAP geht weiter

Stadion-Drama des HCAP geht weiter

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Weitere Folge im Drama um das geplante neue Stadion des Hockeyclubs Ambrì-Piotta (HCAP): Die National League sagt „Nein“ zu einer ausserordentlichen Fristverlängerung.  

Das 1959 eröffnete Eishockeystadion von Ambrì-Piotta  ist in die Jahre gekommen. Weil die Valascia heutigen Ansprüchen nicht mehr genügt und sich obendrein in einer lawinengefährdeten Zone befindet, soll sie auf dem ehemaligen Flugplatz von Quinto neu errichtet werden. Mit dem Projekt beauftragte der Club Mario Botta direkt. Dass kein öffentlicher Architekturwettbewerb ausgeschrieben wurde, erklärten die Verantwortlichen mit dem Zeitdruck: Denn damit der HCAP für die Saison 2015/16 überhaupt eine Spiellizenz bekommt, muss er beweisen, dass die Planung des neuen Stadions aufgegleist ist.

Bis im Februar sah es noch so aus, als ob die Pläne des HCAP aufgehen könnten. Doch dann wendete sich das  Blatt: Die direkte Vergabe des Auftrags an Mario Botta verärgerte den Tessiner Ingenieur- und Architektenverband. Er verkündete, die Rechtsgültigkeit des Mandats unter die Lupe zu nehmen. In der Folge lenkte die Valascia SA oder vielmehr die Besitzerin des aktuellen Stadions ein.  Im März teilte sie mit, dass das  Bauprojekt nun doch öffentlich ausgeschrieben werden soll  –  sofern die Frist für das neue Stadion um ein Jahr verlängert werden kann. Der  Club und der Tessiner Architektenverband reichten darauf ein gemeinsam unterschriebenes, entsprechendes Gesuch bei der National Hockey League eingereicht.

Das Problem an der Sache: Für eine Ausschreibung muss mit mindestens acht Monaten gerechnet werden, weswegen man eine Fristverlängerung auf die Saison 2019/20 beantragte. Dies berichtete die „Neue Zürcher Zeitung“. Doch die National League lehnte ab. Damit muss nun der Club Beweise liefern, dass das Projekt läuft. Wie National-League-Chef Ueli Schwarz gegenüber der Zeitung erklärte, wären dies etwa ein Bestätigung, dass das Baugesuch eingereicht wurde, oder solide Finanzierungsnachweise.  Würden derlei Belege nicht eingereicht, müsste die Liga auf einer wirtschaftlich unvorteilhaften Sanierung des alten Stadions bestehen, heisst es weiter. (mai)

Den Artikel der NZZ lesen Sie hier: http://www.nzz.ch/schweiz/keine-extrawurst-fuer-die-biancoblu-1.18537167