Stabilisierungstendenzen beim Wohneigentum

Stabilisierungstendenzen beim Wohneigentum

Gefäss: 
Die Angebotspreise bei Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen sind praktisch unverändert. Dies geht aus dem Immobilienpreisindex hervor, den das Immobilienportal ImmoScout24 und das Immobilienberatungsunternehmens IAZI für den Oktober erstellt haben.
 
Der Immobilienindex besteht aus einem Einfamilienhaus- und Eigentumswohnungsindex. Er basiert auf den Angebotspreisen der online publizierten Inserate. Die Aktualisierung des Index erfolgt in Realtime mit jedem neuen Online-Angebot. Auf Grund der breiten Basis des grössten online-Angebotes kann von einem repräsentativen Abbild der Angebotsituation ausgegangen werden. Der Index spiegelt so die Erwartungshaltung der Anbieter und nicht die effektiv erzielten Verkaufspreise. Während die üblichen Indizes eine zeitliche Verzögerung von mindestens drei Monate beinhalten, funktioniert der Index von ImmoScout24 und  IAZI eher als Vorlaufindikator für die künftige Marktentwicklung.

Sanfte Landung?

Die Stabilisierungstendenz bei den Angebotspreisen für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen zeigt sich vor allem im unter einem Prozent liegenden und somit kaum wahrnehmbaren Bereich von –0,1% bei den Einfamilienhäusern und einem Monatsplus von +0,2% bei den Eigentumswohnungen. Diese Durchschnittswerte laufen auch im Zeitraum der vergangenen drei, sechs oder zwölf Monaten aufeinander zu. Die Statistiker reden denn auch von einer "vermeintlich sanften Landung" des Immobilienmarktes. Diese gesamtschweizerische Tendenz dürfte aber vor allem in  Hot-Spots wie dem Arc Lémanique oder Zürich weiterhin Ausschläge nach oben nicht ausschliessen.
 
Diese auf Angebote abgestützte Entwicklung findet auch eine gewisse Bestätigung durch den UBS Swiss Real Estate Bubble Index, der sich auf tatsächliche Abschlüsse stützt und für das dritte Quartal 2013 eine Zunahme von noch 0,05 Indexpunkten registriert. 
 
Eine Störung dieses Szenarios könnte durch allgemeine Zinserhöhungen erfolgen, was jedoch angesichts der EZB-Zinssenkungen kaum zu erwarten ist, oder aber durch eine Erhöhung des antizyklischen Kapitalpuffers durch den Bundesrat auf Antrag der SNB, was zu einer Verteuerung der Hypotheken führen würde. (mai)