Stabiles Tief für Festhypotheken

Stabiles Tief für Festhypotheken

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Nachdem sich die Kosten für Festhypotheken zu Beginn des letzten Jahres auf einem historisch zu nennenden Tiefpunkt befanden, erlebten sie bis Mitte 2015 einen leichten Zinsanstieg. Seither liegen die 10-Jährigen wieder unter dem Höchststand von vor einem halben Jahr. An dieser Tiefzins-Situation dürfte sich in nächster Zeit nichts ändern, prognostizieren die Experten von Comparis.

Noch um die Jahrtausendwende betrug der Zinssatz für eine 10-jährige Festhypothek  um ca. 4%. Seit der Finanzkrise 2008 sind die Leitzinsen auf stabil niedrigem Niveau. Erst die globalen und europäischen konjunkturellen Herausforderungen haben nach und nach  zu tieferen Zinsen für Festhypotheken bis unter 3% geführt. Die Einführung der SNB-Negativzinsen haben nun zu Kosten für 10-jährige Festhypotheken auf unter 2% reduziert. 

Das alles führte dazu, dass seit einigen Jahren lange Laufzeiten (7–15 Jahre) stark gefragt sind. Die Nachfrage nach Langfristigen steigerte sich alleine vom 3. auf das 4. Quartal von 68% auf 76% der Gesamtnachfrage.  Mittlere Laufzeiten zwischen vier und sechs Jahren bewegen sich seit Anfang 2013 zwischen 20% und 32% der Gesamtnachfrage, aktuell bei 21%. Die Nachfrage nach kurzen Laufzeiten (1–3 Jahre) bleibt mit einem Anteil von 3% bescheiden.

Tiefe Zinsen bleiben uns erhalten

Die Anhebung des Leitzinses der amerikanischen Notenbank FED auf 0,25% brachte zwar etwas Bewegung in den Markt. Für das Zinsumfeld in der Schweiz dürfte der Einfluss (vorläufig) marginal ausfallen. Nach Ansicht von Marc Parmentier von Comparis  ist die SNB bestrebt, den Franken vor allem gegenüber dem Euro nicht zu teuer werden zu lassen. Die SNB bleibt bei einem Negativ-Leitzins von –0,75%, wie Sie erst kürzlich wieder festhielt. Ein zeitnahes Anheben ist deshalb nicht zu erwarten.

Mehr Ertrag für Banken

Gemäss Marc Parmentier sind die Preise für Festhypotheken von Banken gegenüber dem SWAP um rund +0,5% gestiegen. Heute beträgt somit die Brutto-Marge zum SWAP bei Festhypotheken von Banken rund +1,5%. Auch vor dem Hintergrund erhöhter Zinsabsicherungskosten dürften die Banken gemäss Parmentier wieder mehr an Festhypotheken verdienen. (mai)