Stabile Mieten, mehr Wohnungen

Stabile Mieten, mehr Wohnungen

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Der Bauboom bei Mehrfamilienhäusern in der Schweiz hält an: Das Immobilienberatungs-Unternehmen Wüest & Partner rechnet auch in diesem Jahr mit einer „rekordverdächtigen Neuproduktion“.
 
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Der Mehrfamilienhausbau blüht und gedeiht weiter.
 
Wie aus seinem aktuellen Immo-Monitoring hervorgeht, ist allein im letzten Jahr der Bau von 38'100 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern bewilligt worden. Nur 1994 waren es mit 39'800 Wohnungen mehr. Die „Pipeline im Mehrfamilienhausbau“ sei gegenwärtig prall gefüllt. „Wir schätzen das inflationsbereinigte Investitionsvolumen 2010 auf rund 12,2 Milliarden. Franken. Und 2011 dürfte es sogar nochmals 4,9 Prozent höher liegen“, führte Urs Hausmann, Verwaltungsratspräsident von Wüest & Partner, aus. Das wäre rund ein Drittel der gesamten Hochbauinvestitionen. - Wie viel Geld vergangenes Jahr in dieses Bausegment investiert wurde, wird das Bundesamt für Statistik im Juni bekannt geben.
 
 
Im Vergleich dazu beträgt das Neubauvolumen bei den Einfamilienhäusern gemäss Immo-Monitoring seit mehreren Jahren konstant rund 6 Milliarden. Zurzeit würden zwar deutlich weniger, dafür aber auch deutlich teurere Objekte erstellt. Die Nachfrage nach neuen Mehrfamilienhäusern hat sich laut Hausmann in der Schweiz dagegen erhöht: „Die Bevölkerung wächst und die Leute haben dank steigender Einkommen mehr Mittel, die sie zum Beispiel fürs Wohnen ausgeben können." In den Grosszentren bleibe die Situation auf dem Wohnungsmarkt angespannt, heisst es im Bericht weiter. Neue Mehrfamilienhäuser entstünden deshalb hauptsächlich in den Agglomerationen. An Wachstumspolen mit hoher Standortqualität sei die Vermarktung sowohl im Miet- als auch im Eigentumssegment einfach.

Verschnaufpause bei den Mietpreisen

Für das laufende Jahr geht Wüest & Partner von stabilen Mietpreisen aus. Wie schon 2010 sollten keine messbaren Preisschübe verzeichnet werden, insbesondere bei Erstvermietungen. Ausnahmen seien die Regionen Zürich und Genf, wo die Mieter erneut tiefer ins Portemonnaie greifen müssten. Aufgrund der allgemein erwarteten Zinsentwicklung sei die Wahrscheinlichkeit gross, dass es 2011 keine neuen Impulse gebe. Die Mieten würden eine „vorübergehende Verschnaufpause“ einlegen.
 
 
Für die Besitzer sind Mehrfamilienhäuser laur Wüest & Partner als Renditeliegenschaften dennoch attraktiv. Vor allem in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit böten sich Anlagen in Immobilien an, so Hausmann. Dies habe auch zur Folge, dass auf der Käuferseite immer häufiger Privatpersonen aufträten. Sie würden vor allem im einstelligen Millionenbereich investieren, während sich institutionelle Anleger auf grössere Anlagevolumen konzentrierten. (sda)