Spatenstich für Sanierung des Bieler Strandboden-Gymnasiums

Spatenstich für Sanierung des Bieler Strandboden-Gymnasiums

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Eine unendliche Geschichte kommt definitiv zu einem Ende: Heute fand der Spatenstich für Ausbau und Sanierung des Bieler Strandboden-Gymnasiums fand statt. – Im Vorfeld hatte das Bauvorhaben für einen sich über Jahre hinziehenden Streit gesorgt.
 
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So stellen sich die Architekten den Erweiterungsbau vor.
 
Beim Projekt handle es sich nicht um ein „Nice to have“ sondern um ein „Must“ sagt die Kantonale Bau-, Verkehrs- und Energiedirektorin Barbara Egger-Jenzer. Die 88,4 Millionen Franken schwere Sanierung des „Gymer“ ist dringend. Seit seiner Inbetriebnahme vor über 30 Jahren hat der Gebäudekomplex nie richtig funktioniert. Laut einem Artikel der „Bieler Zeitung“ fressen die Ausgaben für Energie und Unterhalt der teilweise unterirdisch gebauten Anlage unter anderem wegen des schwierigen Baugrundes 5500 Franken pro Tag. Auch sonst ist der bauliche Zustand schlecht. So war im Frühling 2009 wegen starken Windes eine tonnenschwere Metallplatte von der Fassade heruntergefallen. - Neben aufwendigen Sanierungsarbeiten umfasst das Projekt einen zweistöckigen Erweiterungsbau im Minergie-Eco-P-Standard, mit 25 Unterrichtsräumen und Labors. Er soll im Frühjahr 2015 in Betrieb gehen.
 
Dem Bauvorhaben war ein jahrelanger Streit um die Architekturikone von Max Schlup voraus gegangen, obwohl der Sanierungsbedarf unbestritten war. So hatte der Berner Heimatschutz, nachdem das Baugesuch im 2009 eingereicht worden war, gegen das Projekt aus der Feder der Zürcher Maier Hess Architekten Einsprache erhoben. Seiner Ansicht nach hätte es den ursprünglichen Charakter des Gebäudekomplexes zerstört. Allerdings wies das Verwaltungsgericht diese ab. Widerstand gab es auch seitens der Architektenverbände. Und zwar nicht nur, weil sie ebenfalls meinten, dass der geplante Neubau nicht zum bestehenden Gebäuden passt: Die Ortsgruppe des Bundes Schweizer Architekten befand, dass der für das Projekt durchgeführte Wettbewerb Mängel in Sachen öffentlichen Beschaffungsrechts und Einhaltung der Wettbewerbsordnung aufweist. Schliesslich wurde der Wettbewerb noch einmal neu ausgeschrieben. Das ursprüngliche Projekt des Zürcher Büros verschwand in der Schublade und an seiner Statt wird nun der Vorschlag der Brügger Architekten aus Thun realisiert. (mai)