Spatenstich für Nationales Pflanzenschutzlabor

Spatenstich für Nationales Pflanzenschutzlabor

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Teaserbild-Quelle: pd
Mit dem neuen Nationalen Pflanzenschutzlabor der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft in Birmensdorf soll es Schädlingen wie dem Asiatischen Laubholzkäfer an den Kragen gehen. Heute fand der Spatenstich statt.
 
 
Eigentlich sieht der schwarze Käfer mit den weissen Flecken und den geschwungenen Fühlern elegant aus. Allerdings gilt er als übler Schädling: Denn der Asiatische Laubholzkäfer nistet sich im Gegensatz zu seinen hiesigen Verwandten nicht in bereits abgestorbenen sondern in gesunden Bäumen ein, wo er die oberen Baumbereiche stark schädigt. Eingeschleppt wurden die Käfer als Larven über Verpackungsholz von importiertem Granit. Wie unheimlich das Insekt sein kann, das sich besonders gerne in Alleenbäumen ansiedelt, zeigte sich etwa letzten Sommer in Winterthur: Um zu verhindern, dass er sich weiter ausbreitet, mussten 130 Bäume mussten im Quartier Neuhegi gefällt werden.
 
Der Käfer ist einer der vielen Schädlinge, der im neuen Nationalen Pflanzenschutzlabor der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft in Birmensdorf, unter die Lupe genommen wird. Nicht nur gefährliche Insekten, Pflanzen und Co. sollen dort erforscht werden, sondern auch Schutz- und Eindämmungsmassnahmen. Zudem ist vorgesehen, dass dasd Labor neben nationalen auch internationalen Forschungsprojekten zur Verfügung stehen. Heute fand der Spatenstich statt. Für das Labor gilt Sicherheitsstufe 1-3. Mit der Einrichtung des Labors vervollständigt der Bund die Reihe von Speziallabors, die zur Forschung an besonders gefährlichen Schadorganismen dienen. Solche gibt es in der Schweiz bisher im Labor Spiez für die Forschung an Humanpathogenen (Stoffe und Organismen, die den Menschen direkt schädigen) und am Institut für Virologie und Immunologie in Mittelhäusern für Tierpathogene.
 
Der Holzbau stammt aus der Feder des Basler Büros Burkhardt+Partner AG. Bereits im Sommer/Herbst kommenden Jahres soll das Labor  in Betrieb gehen. Die Investitionssumme beläuft sich laut WSL auf rund 15 Millionen Franken. Sie werden zu 60 Prozent vom WSL übernommen und die restlichen 40 Prozent teilen sich das Bundesamt für Umwelt sowie das Bundesamt für Landwirtschaft. (mai)