Sonnige Verhältnisse in Basel

Sonnige Verhältnisse in Basel

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Dieses Jahr zahlen zum ersten Mal alle Kantone Förderbeiträge für Sonnenkollektoren. Die Unterschiede sind allerdings gross. Dies zeigt eine Erhebung von Swissolar.
 
Die Höhe der kantonalen Beiträge wurden laut Mitteilung der Swissolar aufgrund einer Referenzanlage erhoben. Diese Anlage hat eine Fläche von fünf Quadratmetern und kostet 15'000 Franken. Eine solche Kompaktanlage deckt 70 Prozent des jährlichen Warmwasserbedarfs von vier Personen.

Graubünden liegt weit hinten

In Basel-Stadt ist der Förderbeitrag für eine solche Anlage mit 6750 Franken mit Abstand am höchsten. Auf Platz zwei folgt Zug mit 5000 Franken. Auf dem dritten Platz liegt Uri mit 4000 Franken. Dahinter folgen sechs Kantone mit einem Förderbeitrag von 3000 Franken: Glarus, Nidwalden, Thurgau, Schaffhausen, Schwyz und Solothurn. In elf Kantonen liegt der Förderbeitrag zwischen 2000 und 2400 Franken. Schlusslichter sind Aargau, Appenzell Ausserrhoden, Jura, Neuenburg und das Wallis mit Förderbeiträgen von 1500 Franken. Den tiefsten Förderbeitrag gibt es in Graubünden: dort beläuft er sich auf gerade mal 1200 Franken.

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Die Investition in eine Sonnenkollektor-Anlage zieht bei Bundes-, Kantons- und Gemeindesteuern eine einmalige Steuerersparnis nach sich. Auch hier sind die Unterschiede enorm: Am höchsten ist die Steuerersparnis in den Kantonen Neuenburg (4536 Franken), Jura (3972), Genf (3660) und Baselland (3625). Im Gros der Kantone liegt die Steuerersparnis zwischen 2500 und 3300 Franken. Abgeschlagen auf dem letzten Platz liegt der Kanton Luzern mit 547 Franken.

Bei Gesamtrechnung Basel-Stadt einsame Spitze

Zählt man Förderbeiträge und Steuerersparnis zusammen, liegt der Kanton Basel- Stadt mit 9224 Franken einsam an der Spitze. Dahinter folgen mit grossem Abstand die Kantone Zug (6528 Franken), Solothurn (6254) und Uri (6161). In sechs weiteren Kantonen beträgt diese Summe rund 6000 Franken. Das Schlusslicht bildet der Kanton Luzern mit 2797 Franken.
 
Swissolar wertet es als positiv, dass erstmals alle Kantone Förderbeiträge auszahlen. Auch wenn die Unterschiede zum Teil erheblich sind: Die Rahmenbedingungen für die Installation von Sonnenkollektoren seien in der Schweiz seien besser als je zuvor, heisst es beim Verband. Dennoch fordert die Swissolar Kantone und Gemeinden auf, die Bewilligungspraxis für Sonnenkollektoren zu vereinfachen. Dies sei beispielsweise in den Kantonen Aargau, Bern und Basel-Stadt bereits der Fall. Und die Gemeinden werden aufgefordert, "Bauherren in der konkreten Bewilligungspraxis zu unterstützen, statt zu behindern". (mai/sda)