Sonnige Aussichten für alte Autobatterien

Sonnige Aussichten für alte Autobatterien

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Das in alten Autobatterien enthaltene Blei kann für die  Herstellung von Solarzellen verwendet werden.  Wie das geht, wissen Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT).  Sie sehen darin eine Möglichkeit, der Umweltverschmutzung durch Entsorgung giftigen Bleis auf Mülldeponien einen Riegel zu schieben.

„Sobald sich die Batterietechnologie weiterentwickelt, werden über 200 Millionen Blei-Säure-Batterien in den USA aus dem Verkehr gezogen und das könnte eine Menge Probleme für die Umwelt verursachen“, prophezeit Angela Belcher vom MIT. Zurzeit werden 90 Prozent des Bleis aus diesen Batterien recycliert und in neue Batterien umgewandelt - aber wenn sich die effizienteren Lithium-Ionen-Batterien durchsetzen, werden die Blei-Säure-Batterien womöglich einfach im Müll landen und die Umwelt verschmutzen.

Die Perowskit-Solarzellen sind eine relativ neuartige und laut Belcher kostengünstige Alternative zu den gängigen Silizium-Zellen. Allerdings braucht es für ihre Herstellung Blei, was anfangs kritisiert wurde, weil beim Abbau aus rohem Erz giftige Rückstände entstehen. Dieser Nachteil könnte  jedoch ausgeglichen werden, wenn dabei auf das Blei ausrangierter Autobatterien zurück gegriffen wird. Zudem wird die dünne Bleischicht laut dem MIT in den Solarzellen von anderen Materialien eingekapselt, sodass keine giftigen Stoffe an die Umwelt abgegeben werden können.

Aus dem in einer einzigen Autobatterie enthaltenen Blei lassen sich gemäss Mitteilung des MIT  so viele Solarzellen herstellen, dass diese 30 Haushalte mit Energie versorgen können.  (mai/mgt)