Solarpanels mit Nanomustern liefern mehr Strom

Solarpanels mit Nanomustern liefern mehr Strom

Gefäss: 
Forscher der britischen Cardiff University und zweier chinesischer Universitäten haben herausgefunden, dass mit mikroskopisch winzigsten Mustern versehene Solarpanels mehr Sonnenlicht aufnehmen können. Gleichzeitig bleiben sie so länger sauber, an ihnen perlt Schmutz und Regenwasser wie an Lotosblütenblättern ab.
 
Damit sollen vor allem zwei Probleme von Photovoltaikanlagen gelöst werden: Herkömmliche Paneele spiegeln normalerweise so stark, dass sie das Sonnenlicht einfach wieder zurückreflektieren, anstatt dass sie es absorbieren und in Strom umwandeln. Zudem werden völlig glatte Panels schnell schmutzig, etwa durch Staub, Sand, Vogeldreck und Wasserrückstände.
 
Mit Hilfe einer besonderen Drucktechnik brachten die  Forscher auf Solarpanels reliefartige Nanomuster an, deren einzelne Bestandteile kleiner als die Wellenlänge des Lichts sind. Sie  führen wiederum dazu, dass einfallende Sonnenstrahlen in eine Art Falle geraten und nicht zurückgespiegelt werden können. Dadurch steht mehr Sonnenenergie für die Stromerzeugung in der Solarzelle zur Verfügung.
 
Zudem verleihen laut den Wissenschaftlern die Muster den Panels dieselbe Eigenschaft, die auch Lotusblütenblätter aufweisen: Sie sind besonders wasserabweisend, Partikel und Flüssigkeiten bleiben nicht haften, weil sie keinen Halt finden.  Regnet es, perlen Staub und Co. an den Panels ab. (mai/mgt)