Sitzen hinter den Gleisen

Sitzen hinter den Gleisen

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Teaserbild-Quelle: zvg
Die Abbrucharbeiten des ehemaligen Ledigenheims der SBB für das geplante Strafjustizzentrum in Muttenz beginnen dieser Tage und dauern voraussichtlich bis August. Laut der Baselbieter Bau- und Umweltschutzdirektion ist eine Einsprache gegen den 74-Millionen-Bau abgewiesen worden.
 
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Das neue Strafjustizzentrum kommt direktb beim Muttenzer Bahnhof zu stehen.
 
Das Justizzentrum soll dereinst das Straf-, Zwangsmassnahmen- und Jugendgericht sowie die Staatsanwaltschaft und das Bezirksgefängnis Arlesheim beherbergen. Gebaut wird das Projekt nach Plänen der Basler Architekten Kunz und Mösch. 2006 hatte sich ihr Vorschlag „Zizou“ hatte in einem Wettbewerb gegen rund 40 Projekte durchgesetzt. Es werde ein gut proportionierter fünfseitiger Baukörper vorgeschlagen, der sich bahnseitig linear zum Gleis entwickle und sich Richtung Grenzacherstrasse raumgreifend mit der Umgebung verzahne, schrieb die Bau- und Umweltschutzdirektion damals in ihrer Pressemitteilung zum neuen Strafjustizzentrum. Ursprünglich hätte früher mit den Bauarbeiten gestartet werden sollen. Grund für die fünfmonatige Verzügerung war eine Einsprache, die mittlerweile aber abgewiesen worden ist. Deshalb starten die Bauarbeiten am neuen Strafjustizzentrum mit einer fünfmonatigen Verzögerung.
 
Zuerst wird das leerstehende Ledigenheim der SBB an der Grenzacherstrasse in zwei Stufen abgebrochen, dann werden Bauschadstoffe entsprechend fach- und umweltgerecht ausgebaut und entsorgt. Anschliessend erfolgt der eigentliche Abbruch des Gebäudes. Die Aushubarbeiten am Neubau des Strafjustizzentrums sollen dann kommenden August aufgenommen erden. Läuft alles nach Plan, erfolgt im November die Grundsteinlegung für den Neubau. Damit wird das neue Strafjustizzentrum Anfang 2014 seinen Betrieb aufnehmen
 
Ursprünglich waren für den Neubau bloss 45 Millionen Franken veranschlagt gewesen. Dieser Betrag hatte sich später als viel zu klein erwiesen: Auslöser waren zu tiefe Flächen- und Kostenannahmen in einer Machbarkeitsstudie gewesen. In der Folge musste der Landrat zusätzliche Projektierungskredite sprechen.
 
Das Straf- und Justizzentrum ist übrigens nicht der einzige Bau, den das Büro Kunz und Mösch in Muttenz baut. Vergangenen Oktober gewannen die Architekten auch den Wettbewerb für den Ersatz-Neubau des Alters- und Pflegeheims Zum Park. Weiter Projekte des Büros sind: die Erweiterung des Kongresszentrums Interlaken sowie die Wohnhäuser an der Hörnliallee in Das Straf- und Justizzentrum ist übrigens nicht der einzige Bau, den das Büro Kunz und Mösch in Muttenz baut. Vergangenen Oktober gewannen die Architekten auch den Wettbewerb für den Ersatz-Neubau des Alters- und Pflegeheims Zum Park. Weiter Projekte des Büros sind: die Erweiterung des Kongresszentrums Interlaken sowie die Wohnhäuser an der Hörnliallee in Riehen. (mai/sda)