Situation in Luzern bleibt angespannt

Situation in Luzern bleibt angespannt

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Wer im Kanton Luzern eine Wohnung sucht, hat es weiterhin nicht leicht: Am 1. Juni 2012 standen 1326 Wohnungen leer - 5,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Am begehrtesten sind die Wohnungen im Raum Sursee/Sempachersee. Die grösste Chance, eine Wohnung zu finden, besteht im Unteren Wiggertal.
 
Die so genannte Leerwohnungsziffer, welche die Zahl der leer stehenden Wohnungen (inkl. Einfamilienhäuser) ins Verhältnis zum gesamten Wohnungsbestand setzt, sankt im Vergleich zum Vorjahr von 0,8 auf 0,76 Prozent. Dies teilte Lustat Statistik Luzern am Donnerstag mit.
  
Von den 1326 leeren Wohnungen waren 85 Prozent Mietobjekte. Diese Zahl ging gegenüber 2011 um 3,2 Prozent zurück. Zum Verkauf standen 193 leere Wohnungen. Von den Wohnungen, die am 1. Juni leer standen, wurden 142 innerhalb der letzten beiden Jahre fertig erstellt.
  
Am rarsten sind gemäss Lustat Wohnobjekte mit mehr als sechs Zimmern. Dort beträgt die Leerwohnungsziffer 0,46 Prozent. Aber auch bei den Fünf- (0,55 Prozent), Vier- (0,66) und 3-Zimmer-Wohnungen (0,79) ist der Markt angespannt. Besser ist die Lage bei den Ein- (1,96) und den Zwei-Zimmer-Wohnungen (1,14).
  
Die Leerwohnungsziffern in den Luzerner Regionen weichen teils deutlich vom kantonalen Mittelwert ab. Für die Region Sempach weist die Statistik eine Leerwohnungsziffer von 0,18 Prozent auf. Im Unteren Wiggertal (1,19) gibt es am meisten leere Wohnungen.
  
Begehrt sind auch Wohnobjekte in den Agglomerationsgemeinden, Emmen, Horw und Kriens. Eine überdurchschnittlich hohe Leerwohnungsziffer verzeichnen unter anderem Ebikon und die Stadt Luzern. (sda)