Sika-VR stellt Bedingungen für kommende GV

Sika-VR stellt Bedingungen für kommende GV

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An der nächsten Generalversammlung der Sika stellen sich alle Verwaltungsräte zur Wiederwahl. Wie der Baustoffkonzern mitteilte, stehen sie allerdings nur zur Verfügung, wenn Paul Hälg als Präsident geschlossen wiedergewählt und bestätigt wird.

Des Weiteren lehne der Verwaltungsrat den Antrag der Schenker-Winkler Holding (SWH) auf die Wahl von Jacques Bischoff in den Verwaltungsrat ab. Weiter teilt Sika mit, unterstützt das Unternehmen den Antrag der Aktionärsgruppe um Bill Gates auf eine Verlängerung der Amtszeit der Sachverständigen. Demnach soll der Sachverständigen-Ausschuss bis zum Jahr 2020 im Amt bleiben. Die Sachverständigen waren auf Begehren dieser Aktionärsgruppe an der Generalversammlung 2015 eingesetzt worden. Der Ausschuss soll das künftige Geschäftsgebaren des Verwaltungsrates und des Managements in Bezug auf die Familienholding SWH und den Konkurrenten Saint-Gobain untersuchen. Zudem soll er regelmässig über die Ergebnisse an die Aktionäre berichten.

Hintergrund ist der schon länger schwelende Konflikt um die Kontrollmehrheit bei Sika. Der französische Konkurrent Saint-Gobain will das Aktienpaket der Familienholding kaufen und damit die Kontrolle über die Firma übernehmen. Dagegen wehren sich Minderheitsaktionäre wie die Gruppe um Bill Gates, aber auch der Verwaltungsrat und das Management.

Verkaufsvereinarung bis Mitte 2017 verlängert

Vergangenen Samstag hatten die Familie Burkard und Saint-Gobain die Verkaufsvereinbarung bis Mitte 2017 verlängert. Es sei weiterhin sein Ziel und das der Familie, die Übernahme erfolgreich abzuschliessen, hielt dazu Saint-Gobain-Präsident Pierre- André de Chalendar in einer Medienmitteilung fest.  Das sei für alle Beteiligten sinnvoll. Die verlängerte Vereinbarung decke den maximalen Zeitraum der gerichtlichen Auseinandersetzung der Familienholding, um ihre Eigentumsrechte wieder zu erlangen.

Ihrerseits teilte Familie Burkard mit, sie unterstreiche ihre Einigkeit mit Saint-Gobain. Der französische Konzern sei der beste Garant für das Wachstum und die langfristigen Ziele von Sika. Urs Burkard lässt sich zitieren, die Familie habe keine Alternativen zum Verkauf an Saint-Gobain geprüft und werde das auch in Zukunft nicht tun. (sda/mai)