Sika-Konzern unbeirrt auf Wachstumskurs

Sika-Konzern unbeirrt auf Wachstumskurs

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Die zwei Jahre andauernde Übernahmeschlacht bei Sika war das grosse Thema am Investorentag heute Dienstag. Die Mehrheit der Anwsenden interessierte sich fast nur dafür.

So betonnte denn auch Konzernchef Jan Jenisch gleich zu Beginn der Veranstaltung in seiner Rede, dass die Gruppe trotz des laufenden Streits um die Eigentümerschaft nicht vom Wachstumskurs abkommen werde, auch wenn die Übernahmeschlacht in vielfacher Hinsicht frustrierend sei. Die Transaktion bezeichnete er zudem mehrfach als feindliche Übernahme, die die Wachstumsambitionen des Sika-Konzerns zerstöre. Obendrein machte Jenisch erneut seinen Standpunkt deutlich, wonach er für die Zukunftspläne von Saint Gobain nicht zur Verfügung steht. Gespräche mit den Franzosen gebe es derzeit keine. Nunmehr müssten die Gerichte in der mittlerweile sehr komplizierten Situation entscheiden, sagte der Sika- Konzernchef.

Dennoch hat die Transaktion laut Jenisch auch positive Seiten. So seien die Sika-Mitarbeiter derzeit extrem motiviert und würden ihr Bestes geben, um zu demonstrieren, wie gut es ohne die Franzosen gehe. Ohnehin zweifelt das Sika-Management an den von Saint Gobain bezifferten Synergieeffekten, die ohne tiefergehende Prüfung der Bücher von Sika ermittelt worden seien.

Konzern will Wachstumskurs ohne Abstriche fortsetzen

Gegenüber der Nachrichtenagentur sda erklärte Jenisch am Rande der Veranstaltung, dass man sich operativ nicht von der Transaktion beirren lasse. Der Konzern setze seinen Wachstumskurs ohne Abstriche fort.

Neben diesem Thema über die Eigentümerschaft des Konzerns bestätigte Sika am Dienstag seine Unternehmensziele aus der Strategie sowie die Ziele für das laufende Geschäftsjahr. So blickt die Gruppe laut Jenisch in den ersten acht Monaten dieses Jahres bereits auf die Eröffnung von acht neuen Produktionsstandorten, die Gründung von vier weiteren Landesgesellschaften sowie zwei Akquisitionen zurück.

Neben den Finanzzielen will das in Baar domizilierte Unternehmen jedes Jahr sechs bis acht neue Werke eröffnen und bis zum Ende des Strategiezyklus 2018 mit mindestens hundert  Landesgesellschaften operieren. Für Sika ist dieses strategische Ziel mit momentan 97 Niederlassungen bereits zum Greifen nah.

Beachtliche Halbjahresresultate

Jenisch hob an der Investorenkonferenz nochmals die vielerorts als beachtlich eingestuften Halbjahresresultate hervor. So stieg der Umsatz in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres um 6,9 Prozent auf rund 2,8 Milliarden Franken. In Lokalwährung ging es bei den Einnahmen um +7,6 Prozent nach oben. Das strategische Wachstumsziel liegt im Intervall zwischen 6 und 8 Prozent. Der Betriebsgewinn auf Stufe Ebit erhöhte sich im ersten Semester um rund 23 Prozent auf zirka 350 Millionen Franken; die Marge stieg auf 12,6 Prozent. Als strategisches Ziel will Sika eine Betriebsgewinnmarge zwischen 12 bis 14 Prozent erreichen.

Mit Blick auf den bereits erreichten hohen Zielerfüllungsgrad stellt sich die Frage, ob die Unternehmensziele nicht als zu wenig ambitioniert zu bezeichnen sind. Diesbezüglich meinte Jenisch gegenüber der sda, dass die Vorgaben durchaus anspruchsvoll und nicht so einfach zu erreichen seien.

Überdies liess Jenisch es sich vor versammelter Medien- und Investorenvertretern nicht nehmen, darauf hinzuweisen, dass die Sika-Gruppe seit 2012 bereits 19 Unternehmen mit einem Umsatz von rund 600 Millionen Franken akquirierte. Ausserdem eröffnete der Konzern seither 51 neue Produktionsstandorte sowie 20 weitere Landesgesellschaften. (sda/mai)