Sika gut auf Kurs

Sika gut auf Kurs

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Der Zuger Bauchemie- und Klebstoffhersteller präsentiert gute Zahlen für 2010. Die konjunkturell bedingte Abschwächung von 2009 ist überwunden. Der Umsatz wuchs weltweit um 6,3 Prozent auf 4,42 Milliarden Franken.
 
Am meisten Umsatzwachstum verzeichnet der Konzern in Asien (+41,4 Prozent) und in den Schwellenländern (36 Prozent). Für Firmenübernahmen hat Sika 938 Millionen Franken in der „Kriegskasse“. Mit einer weltweiten Präsenz mit Tochtergesellschaften in über 71 Ländern ist Sika für ein dynamisches Wachstum gut aufgestellt und von der Frankenstärke weniger stark betroffen, weil an den lokalen Standorten Löhne und Rohstoffe in den entsprechenden Währungen beglichen werden.
 
Trotz Überschuldungsproblemen in manchen Ländern und der entsprechenden Zurückhaltung bei öffentlichen Projekten konnte der Umsatz bei den Produkten für die Bauindustrie in Lokalwährungen noch um 8,7 Prozent gesteigert werden. Bei Produkten für die Industrie, zum Beispiel Klebstoffe, betrug die Steigerung 16,7 Prozent, wobei hier eine wieder brummende Autoindustrie beigetragen hat.
 
Konzernchef Ernst Bärtschi will in näherer Zukunft alleine durch Übernahmen weiterer Firmen etwa ein bis 1,5 Milliarden Franken Umsatzwachstum generieren und den gesamten Konzernumsatz bis in etwa sieben Jahren verdoppeln. Er sieht weiterhin überdurchschnittliches Wachstum in Schwellenländern wie China und Indien, wo Investitionen in bessere Wohnstandards und in Infrastruktur-Vorhaben eine dynamische Nachfrage erzeugen. In den westlichen Ländern sieht er das Potential bei Renovationen, Gebäude-Isolationen, bei Wasserversorgungen usw.
 
Nicht unerheblich für die gute Performance dürfte auch das Innovations-Potential des Konzern sein. Der Forschungs- und Entwicklungsaufwand wird mit 1,4 Prozent des Umsatzes angegeben und 34 Prozent des Umsatzes wird mit Produkten gemacht, die höchstens fünf Jahre auf dem Markt sind. Analysten loben denn auch nicht nur die starke Eigenkapitalbasis des Bau- und Industriezulieferers sondern auch die längerfristigen innovationsgestützten Wachstumsaussichten. (mai/mgt)