Sika blickt optimistisch ins 2014

Sika blickt optimistisch ins 2014

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Der auf Chemiespezialitäten für Bau und Industrie fixierte Konzern präsentiert für das vergangene Jahr stolze Zahlen: Umsatzwachstum +6,5% auf 5'142.2 Mio. Fr. Gewinn +23.8% auf CHF 344,7 Mio. Operativer freier Geldfluss +43% auf 432,7 Mio. Fr. zehn neue Fabriken in Asien, Lateinamerika, Afrika und Osteuropa. Akquisition von fünf Unternehmen mit über tausend Mitarbeitern.

Angesichts anspruchsvoller Marktbedingungen in vielen Ländern zeugen die erreichten Zahlen von der Stärke und Robustheit des Unternehmens. Für Sika-CEO Jan Jenisch sind die strategische Eckpfeiler für ein nachhaltiges Wachstum Marktdurchdringung und Technologieführerschaft, ein beschleunigter Aufbau der Wachstumsmärkte, sowie die Marktkonsolidierung auch durch Akquisitionen von Unternehmen

Solides Wachstum in allen Regionen

Zweistellige Wachstumsraten wurden in Asien/Pazifik (+12.7%) und in Lateinamerika (+15.1%) realisiert. Die zum Teil krisengeschüttelte Region Europa/Naher Osten/Afrika überrascht mit einem Wachstum von +8.5%. Lediglich in Nordamerika konnte der Umsatz "nur" um +2,3% erhöht werden.

Die Schweiz hat von der Erholung in Europa profitiert. Die hiesigen drei Fabriken in Zürich, Sarnen und Düdingen FR hätten den Absatz um 10 Prozent steigern können, da sie zu 80 Prozent für den Export produzierten, sagte Jenisch. Weil aber das Binnengeschäft nur leicht zulegte und die Preise unter Druck waren, wuchs der Umsatz in der Schweiz nur um etwa 3 Prozent.

Wachstumsmärkte im Fokus

Die Investitionsstrategie des Sika-Konzerns ist auf einen beschleunigten Aufbau der Wachstumsmärkte ausgerichtet. So haben im vergangenen Jahr insgesamt zehn neue Fabriken den Betrieb aufgenommen, so in Russland, der Ukraine, Rumänien, Kolumbien, China, Vietnam, Laos, Irak, Angola und Südafrika.

Ausserdem wurden 2013 fünf Firmen mit insgesamt 1'058 Mitarbeitern und einem Umsatz von CHF 372 Mio. (12 Monatsbasis) übernommen.

166,1 Mio. für Forschung und Entwicklung

Alleine im 2013 generierte das Unternehmen 73 neue Patente. Die F&E-Aufwendungen entsprechen mit CHF 166,1 Mio. 3,2% des Umsatzes.

Unter den viel versprechenden Neueinführungen finden sich der Beton-Beschleuniger SikaRapid® C-100 für höchste Frühfestigkeitsentwicklung sowohl in reinen als auch in gemischten Zementsystemen (Flugasche, Schlacke, Kalksteinmehl). Und mit Sika® WT 100L und Sika® WT 200P wurden zwei neue Zusatzmittel zur Erhöhung der Wasserdichtigkeit von Beton eingeführt. Zur Verbesserung von Crash-Eigenschaften im Fahrzeugbau brachte Sika die geklebten Versteifungselemente SikaReinforcer-940 und SikaReinforcer®-960 neu auf den Markt.

Das vor zwei Jahren im Markt eingeführte Produkt SikaProof®, eine hinterlaufsichere Abdichtungsmembran für die direkte Anbindung an Beton, konnte im Jahr 2013 ein Umsatzplus von 320% erzielen. Und bei SikaPower, einem Klebstoff für die neueste Generation hochfester, gewichtsoptimierter Fahrzeugkarosserien, konnte der Umsatz um 44% gesteigert werden.

Viel Zuversicht für 2014 und darüber hinaus

Im Rahmen der neuen "Strategie 2018" erwartet Sika für 2014 ein Ergebnis mit einem Umsatzwachstum von +6% bis +8% bei konstanten Währungen und eine weiterhin stabile Margenentwicklung. Sika werde acht weitere neue Fabriken in den Schwellenländern eröffnen, sagte Jenisch.

Bis 2018 soll der Umsatzbeitrag der Schwellenländer auf 42 bis 45% gesteigert werden. Ertragsmässig ist es das Ziel, nachhaltig eine EBIT-Marge von mehr als 10% und einen operativen freien Geldfluss von über 6% zu erwirtschaften.

Auf Grund der guten Ergebnisse und Aussichten beantragt der Verwaltungsrat eine Erhöhung der Dividende um +12%, auf 57.00 Fr.  je Inhaberaktie (Vorjahr 51.00 Fr.) und auf 9.50 Fr. je Namensaktie (Vorjahr 8.50 Fr.). (mai/mgt)