Schwyzer Regierung will Sanierung ohne Tunnel

Schwyzer Regierung will Sanierung ohne Tunnel

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Die Muotathalerstrasse um das Gibelhorn soll für 46,3 Millionen Franken saniert und ausgebaut werden. Dabei setzt die Schwyzer Regierung auf eine offene Führung. Mit Tunnel würde das Projekt rund 20 Millionen Franken mehr kosten – jedoch brächte dies keine wesentlichen Vorteile.
 
Die Muotathalerstrasse soll auf einer Länge von 1,9 Kilometern zwischen Bierkeller und Schlattli in drei Etappen ausgebaut und saniert werden. Aufgrund eines Vorstosses im Kantonsrat erarbeitete das Baudepartement nun zwei Varianten: eine offene Strassenführung und eine mit einem 350 Meter langen Tunnel.
 
Die Tunnelvariante käme laut Mitteilung der Staatskanzlei um 18,5 Millionen Franken teurer zu stehen. Zudem würden höhere Unterhalts- und Betriebskosten anfallen. Dabei böte der Tunnel keine wesentlichen Vorteile.
Tunnel bringt nicht mehr Sicherheit
 
Verkehrssicherheit und Schutz vor Naturgefahren wäre auch bei einer offenen Linienführung möglich, wie die Staatskanzlei mitteilt. - Die fragliche Strasse musste verschiedentlich wegen Steinschlags gesperrt werden. Dass auch die offene Strassenführung mit 46,3 Millionen Franken relativ teuer wird, liegt laut Mitteilung daran, dass das Projekt anspruchsvolle Bauarbeiten in schwierigem Gelände erfordert, an den zahlreichen Kunstbauten und an den Sicherungsmassnahmen gegen Naturgefahren.
 
Die voraussichtliche Bauzeit für die Schutzbauten beträgt rund ein Jahr, anschliessend soll innnert dreier Jahre die Strasse gebaut werden. Während den Arbeiten ist die Strasse grösstenteils nur einspurig befahrbar und während der Nacht ganz gesperrt. Während der Sperrung wird eine Umfahrung eingerichtet. Nur in den Wintermonaten soll die Strasse zweispurig befahrbar bleiben, damit der Tourismusverkehr zur Stoosbahn nicht behindert wird. (sda)