Schwierige Haustechnik in der ZHdK

Schwierige Haustechnik in der ZHdK

Gefäss: 
Teaserbild-Quelle: Betty Fieck / ZhdK

Rund 500 Millionen Franken sind in die neue Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) investiert worden. Doch zwei Jahre nachdem sie in Betrieb gegangen ist, scheint die Bilanz nicht sonderlich positiv. Schuld ist unter anderem die Haustechnik.

Die Zürcher Hochschule der Künstle war ein Prestigeprojekt: Seit rund zwei Jahren finden sich alle Departemente am selben Ort, auf dem Toni-Areal in Zürich West. Wo einst die Joghurt hergestellt wurde, erlernen heute angehende Schauspieler, Musiker, Designer und bildende Künstler ihr Handwerk.

Doch nicht alle fühlen sich im umfunktionierten und ausgebauten Industriegebäude wohl. Einer der Gründe ist die Haustechnik. Das gilt laut einem Bericht in der aktuellen Ausgabe des „Tages-Anzeigers“ vor allem für Studenten der Bildenden Kunst: Ihre Arbeit sei aus Hygienegründen eingeschränkt. Sie dürften zum Teil nicht mit Gips und Zement hantieren. Weiter berichtet die Zeitung, dass letzten Winter Augensalben verteilt werden mussten, weil für viele die trockene Luft nicht mehr zum Aushalten gewesen sein. Die Funktionalität sei der durchgestalteten Architektur geopfert worden, kritisiert Thomas Müller, ehemals Professor an der ZHDK, im Artikel. Ausserdem stellte man im Laufe der Zeit fest, dass die einzelnen Departemente völlig unterschiedliche Bedürfnisse an die Infrastruktur stellen - haben, was eigentlich auf der Hand zu liegen scheint.

Mittlerweile dürften einige das Rad der Zeit zurückdrehen wollen. So erklärt Hans-Ueli Müller, Direktor des Departements Design, gegenüber dem „Tages-Anzeiger“, dass er heute einiges anders machen würde, könnte er noch einmal von vorne anfangen.  Er stellt sich die Frage, ob man dazu einen Schritt zurück oder vorwärts gehen müsste. Weil aber der Mietvertrag zwischen dem Kanton und der GU Allreal für 20 Jahre abgeschlossen wurde, ist dies schwierig. (mai)

Quelle: 
Betty Fieck / ZhdK
Schwierige Verhältnisse auf dem Toni-Areal: Die Zürcher Hochschule für Bildende Künste.

Den Artikel des Tages-Anzeigers finden Sie hier.