Schwemmholzrechen für die Sihl

Schwemmholzrechen für die Sihl

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Teaserbild-Quelle: Visualisierung zvg

Um den Hochwasserschutz an Sihl, Zürichsee und Limmat zu verbessern, plant der Kanton Zürich einen Schwemmholzrechen in der Sihl. Er soll Langnau am Albis, Adliswil und die Stadt Zürich vor Überflutungen durch die Verstopfung von Durchlässen schützen. Der Regierungsrat hat das entsprechende Projekt festgesetzt und beantragt einen Kredit von knapp 26 Millionen Franken.

Der geplante Rechen ist ein zentraler Bestandteil des langfristigen Hochwasserschutzes im Raum Zürich. Wie der Kanton in einer Mitteilung schreibt, liegt der Standort oberhalb des Einlaufs eines möglichen Hochwasser-Entlastungsstollens von der Sihl in den Zürichsee bei Thalwil und könnte auch diesen schützen. Für den Rückhalt des Schwemmholzes werde der Flusslauf oberhalb von Langnau am Albis leicht verlegt, um die Krümmung der Rechtskurve zu verstärken. In dieser drückt das Wasser an der Oberfläche nämlich durch die Fliehkraft nach draussen. Das Holz wird demnach zur Kurvenaussenseite transportiert und landet bei Hochwasser im Rückhalteraum. Es sammle sich kompakt an den drei- bis viereinhalb Meter hohen Pfählen des Rechens. Seine Länge beträgt 350 Meter. Wie der Kanton weiter schreibt, halte der Rechen bis zu 95 Prozent des Schwemmholzes aus dem Fluss sicher zurück.

Nachdem das Projekt öffentlich aufgelegen und eine Einsprache eingegangen war und inzwischen wieder zurückgezogen wurde, hat der Regierungsrat das Projekt festgesetzt, wie es heisst. Er beantragt dem Kantonsrat, einem Kredit in der Höhe von knapp 26 Millionen Franken zuzustimmen. Der Bund werde voraussichtlich neun Millionen Franken davon übernehmen. Läuft alles nach Plan, will man mit dem Bau des Rechens nächstes Jahr beginnen und Ende 2017 damit fertig sein. (pd/mt)