Schweizweit erstes Netz für das Internet der Dinge

Schweizweit erstes Netz für das Internet der Dinge

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Die Schweiz erhält ein ergänzendes Netz für das Internet der Dinge. Bis Ende Jahr soll es im Grundausbau stehen. Dies teilte die Swisscom mit, die mit dem sogenannten Low Power Network (LPN)  als schweizweit erste Anbieterin eines erstellt.

Das LPN  schafft die Grundlage dafür, dass intelligente Städte, Gebäude mit intelligenter Haustechnik oder sogenannte Machine-to-Machine-Verbindungen – der Datenaustauch zwischen Geräten oder Maschinen – funktionieren. Das Netz wächst unbegrenzt. Gemäss diversen Studien seien es künftig weltweit Milliarden von Geräten, die untereinander kommunizieren, schreibt die Swisscom in ihrer Medienmitteilung.

„In vielen Fällen genügt es, wenn Geräte sporadisch kleinste Informationen übermitteln können“, erklärt Christian Petit, Leiter Swisscom Enterprise Customers. Und so bietet das Netz eine schmale Bandbreite  und weist dafür aber eine grosse Reichweite auf. Es übermittelt laut Swisscom energiesparend und senkt so die Vernetzungskosten.  Allerdings läuft das Internet der Dinge nicht nur über dieses Netz: Für Anwendungen mit hohem Datenbedarf wie Autos, Fernwartung oder Echtzeit-Kontrollsysteme soll auch in Zukunft das Mobilfunknetz genutzt werden.

Bis Ende Jahr soll die Basisversorgung – teilweise über die bestehenden Sendestandorte von Swisscom Broadcast – stehen. Ende 2016 würden 80 Prozent der Schweizer Bevölkerung im Freien versorgt sein, teilt die Swisscom mit. Zudem ist in zehn Städten eine leichte Innenraumversorgung vorgesehen.

 Ein entsprechendes Pilotprojekt hatte die Swisscom bereits in Frühjahr 2015 in Genf und Zürich gestartet. Insgesamt hätten sich über hundert Firmen, Behördenkunden und Hochschulen interessiert, teilt die Swisscom mit. Inzwischen sollen sich mehr als 15 Ideen konkretisiert haben, sie existieren als Prototyp oder sind bereits im Betrieb.

Ähnliche Initiativen laufen in Frankreich, in Holland, Belgien, Luxemburg, den Vereinigten Emiraten, Südafrika, den USA, Russland sowie in Indien. In Holland wird der grossflächige Ausbau des Netzes wegen der hohen Nachfrage vorangetrieben. (mai)