Schweizer sollen Londons Abwässer entsorgen

Schweizer sollen Londons Abwässer entsorgen

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Teaserbild-Quelle: mattbuck, CC-BY-SA 4.0, wikimedia.org

Ein Konsortium um den deutschen Versicherungskonzern Allianz und mit Schweizer Beteiligung soll das künftige Rückgrat der Abwasser-Entsorgung in London finanzieren und betreiben.

Die aus sechs Mitgliedern bestehende Bietergruppe unter Führung der Allianz steht vor dem Zuschlag für den Thames Tideway Tunnel, wie der Wasserversorger Thames Water mitteilte. Zu der Gruppe gehört unter anderem der zur Swiss Life Gruppe gehörende Vermögensverwalter Swiss Life Asset Managers.

Das Projekt mit einem Volumen von 4,2 Milliarden Pfund (über sechs Milliarden Franken) soll verhindern, dass jedes Jahr Millionen Tonnen ungeklärte Abwässer der britischen Millionenmetropole in den Unterlauf der Themse fliessen.

Die dortigen Abwasserkanäle stammen zum grossen Teil noch aus dem viktorianischen Zeitalter an der Wende zum 20. Jahrhundert. Viele Versicherer sind inzwischen auf solche Infrastruktur-Projekte erpicht. Sie versprechen über lange Jahre sichere Einnahmen – mit Renditen, die höher sind als derzeit am Kapitalmarkt.

Die Allianz ist mit gut einem Drittel an dem Konsortium mit dem Namen Bazalgette beteiligt. Zwölf Bieter hatten sich um das Infrastruktur-Projekt beworben, zuletzt waren noch zwei im Rennen. Nun wird exklusiv mit Bazalgette verhandelt. Noch im Sommer sollen die Verträge ausgehandelt werden. Beraten wurden die Sieger von der Royal Bank of Canada. Den Kürzeren gezogen hat vorläufig ein Konsortium um den kanadischen Infrastruktur-Fonds Borealis. (sda/reu)

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Themse in London, Symbolbild