Schweizer Holzendverbrauch unter der Lupe

Schweizer Holzendverbrauch unter der Lupe

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Wer baut, setzt auf Holz – Tendenz steigend. Dies gilt vor allem für Mehrfamilienhäuser. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Berner Fachhochschule (BFH).

Die BFH wertet im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt über mehrere Jahre den Holzendverbrauch aus. Dabei geht es um aktuelle Entwicklungen und  den Einsatz von Holz im Bau, bei Möbeln, Verpackungen sowie Holzwaren. Vor kurzem erschien die Studie zum Jahr 2012 samt Ausblicken auf die Jahre 2014 und 2015. Die Zahlen seien eindrücklich, kommentiert die BFH die Resultate in ihrer Medienmitteilung. So ist die stoffliche Nutzung von Holz 2012 im Vergleich zu 2009 um rund zehn Prozent oder um etwas über Drei Millionen Kubikmeter angestiegen. Von diesen entfiel der grösste Anteil –  nicht ganz die Hälfte oder 1,43 Millionen Kubikmeter –  auf das Bauwesen. An zweiter Stelle stehen der Innenausbau und Möbel mit rund 30 Prozent. Verpackungen und Holzwaren erreichten 2012 zirka 20 Prozent.

Betrachtet man nur das Bauwesen, hat sich die Verwendung von Holz 2012 gegenüber 2009 um rund 15 Prozent erhöht. Die Experten der BFH führen dies vor allem auf die starke Zunahme in der Konstruktion und Gebäudeausstattung von Mehrfamilienhäusern und Gewerbebauten zurück. Ein weitere Ursache dafür dürfte die positive Entwicklung der Bautätigkeit und eine gute Konjunktur gewesen sein. Auch bei Fenstern machte sich ein ähnlicher Trend bemerkbar: Hier wuchs der der Holzeinsatz um 12 Prozent an.

Bei ihrem Ausblick auf 2014 verweisen die Fachleute der BFH zwar darauf, dass die Anzahl der Baubewilligungen seit 2009 erstmals wieder rückläufig gewesen ist. Dies gelte aber nicht für die Hähe der geplanten Bauinvestitionen. Diese zeigten deutlich, dass die Bauprojekte im Schnitt grösser würden. Das dürfte sich auch darin niedergeschlagen haben, dass sich das Bauen mit Holz von Einfamilien-  auf Mehrfamilienhäuser verlagert.  Den Studienautoren zufolge liegt das Potenzial für den Holzbau im 2015  bei rund 520 neuen Mehrfamilien- und 1700 Einfamilienhäusern. Die neuen Bewilligungen aus dem ersten Semester diesen Jahres legten für Mehrfamilienhäuser über alle Materialien und auch für die Holzbauweise wieder zu. (mai)