Schweizer Geld für deutschen Küchenriesen

Schweizer Geld für deutschen Küchenriesen

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Alno, der zweitgrösste Küchenhersteller Deutschlands, ist gerettet. Eine neue, nicht namentlich genannte Schweizer Investorengruppe steigt bei dem seit Jahren kriselnden Unternehmen mit 15 Millionen Euro ein.
 
Mit Altaktionär Whirlpool (Bauknecht) sichert der neue Investor die Kapitalerhöhung, für die Alno spätestens im März einen zweiten Anlauf nehmen will. In den vergangenen Wochen hat Unternehmenschef Jörg Deisel ein neues, grösseres Sanierungspaket geschnürt, das Alno um insgesamt 50 Mio. Euro entlasten soll. Mitte 2010 hatte Alno 180 Millionen Euro Schulden und hing mit einem negativen Eigenkapital von 60 Millionen Euro am Tropf der Kreditgeber. Die Banken hatten bereits einen Schuldenerlass von zehn Millionen Euro zugesagt, wenn die Kapitalerhöhung mindestens 20 Millionen Euro bringen würde. Grösster Aktionär sind die Beteiligungsfirma German Capital (62,9 Prozent) und Whirlpool (18,6 Prozent).
 
Die Alno-Aktie legte sieben Prozent auf 3.21 Euro zu. Die Millionen neuen Aktien sollen zu je 3.00 Euro ausgegeben werden. Mit dem Geld soll die Sanierung finanziert werden, die den seit Jahren Verluste schreibenden Konzern bis 2013 wieder profitabel machen soll - auch mit einem weiteren Stellenabbau. Innert dreier Jahre hatte Alno bei sinkenden Umsätzen rund 110 Millionen Euro Verlust angehäuft. (sda)