Schweizer Baukonjunktur zeigt sich stabil

Schweizer Baukonjunktur zeigt sich stabil

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Teaserbild-Quelle: Alptransit
Die Schweizer Baukonjunktur zeigt sich im ersten Quartal wider Erwarten stabil. Der Bauindex der Credit Suisse hat mit 132 Punkten die 130er-Marke geknackt. Getragen wird der Anstieg vom Tiefbau, der im Vergleich zum Vorquartal zehn Prozent zulegte.
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Die gesamte Baukonjunktur bleibt laut CS vom Tiefbau geprägt.
 
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Im Hochbau kamen positive Impulse aus dem Wirtschaftsbau, berichtet die Bank. Nach zwei Jahren rückläufiger Bautätigkeit legte der geschätzte Umsatz hier um fast elf Prozent zu. Der Wirtschaftsbau konnte den Hochbauindex indessen wegen seines geringen Gewichts im Vergleich zum stagnierenden Wohnungsbau nicht beeinflussen. So erfreulich die Entwicklung im Wirtschaftsbau sei, so unwahrscheinlich erscheine angesichts der nur leichten Konjunkturerholung ihre Fortsetzung, teilte die CS mit. Mit der aufgrund der Baubewilligungen erwarteten Abschwächung im Wohnungsbau sei der Ausblick beim Hochbau für das Gesamtjahr 2010 verhalten.

Fragezeichen bei öffentlichen Mitteln

Die gesamte Baukonjunktur bleibe weiterhin vom dynamischen und volatilen Tiefbau geprägt. Der Tiefbau setzte nach einer Verschnaufpause im letzten Quartal 2009 seinen Höhenflug fort. Ob seine 159 Punkte den Höhepunkt des Index' markieren, ist gemäss CS offen. Weiterhin laufen nämlich grosse Strassen-, Bahn- und Wasserbauprojekte. Noch mehr Grossprojekte sind in Planung. Nach dem harten Winter dürften im Strassenbau zudem mehr Unterhaltsarbeiten anfallen.
 
Offen bleibt, wie lange sich das hohe Niveau mit öffentlichen Mitteln halten lässt. Spätestens bei Investitionskürzungen wegen der Sparprogramme drohen den Tiefbauunternehmen Überkapazitäten. Die CS erhebt den Bauindex gemeinsam mit dem Schweizerischen Baumeisterverband und publiziert ihn quartalsweise. Er gilt als Frühindikator und prognostiziert den Umsatz im Bauhauptgewerbe im laufenden Quartal. (sda)