Schweizer "Badi"-Kultur in London

Schweizer "Badi"-Kultur in London

Gefäss: 

Seit Peckhams altes "Lido" vor rund 30 Jahren geschlossen und sein 50-Meter-Becken mit Erde gefüllt worden war, liegt das Schwimmbad im Südostlondoner Stadtteil im Dornröschenschlaf. Geht es nach Chris Romer-Lee vom Büro Octopi soll es zu neuem Leben erweckt werden.

Der ­Architekt, der letztes Jahr mit Plänen für ein Flussbad in der Themse von sich reden gemacht hatte, sammelt derzeit auf der Crowdfunding-Plattform www.spacehive.com/peckham-lido für sein zweites Projekt.

Inspiriert hat ihn dazu übrigens das Naturbad in Riehen aus der Feder von Herzog & de Meuron: Romer-Lee will nicht nur den zugeschütteten Pool wieder reaktivieren, sondern den Gästen auch ermöglichen sich in der Peck – dem Fluss der dem Quartier seinen Namen gegeben hat – abzukühlen. Möglich machen soll dies ­ein Naturbad, das aus dem Gewässer gespeist ­ wird.

Mit seinen Plänen folgt der Architekt einem Trend: "Wir sind nicht alleine, überall im Land, von ­Saltdean bis Tarlair, werden alte Lidos wieder­belebt." Die Zeichen, dass das alte "Lido" vor dem Themsebad seinen Betrieb wieder aufnimmt, stehen gut. Peckham befindet sich zurzeit in einem Wandel, weil das multikulturelle Quartier seit einigen Jahren wiederentdeckt wird.  (mai)

 Mehr über das Themsebad auf baublatt.ch/themse