Schweiz investiert vermehrt in Zukunftstechnologien

Schweiz investiert vermehrt in Zukunftstechnologien

Gefäss: 
Teaserbild-Quelle: Bakbasel, IGE

In allen Schweizer Regionen steigen die Patentanmeldungen für Zukunftstechnologien rasant an. Dabei entsteht nicht nur Masse, sondern auch Klasse: Bei der Qualität schneiden alle hervorragend ab.

Zusammen mit dem Eidgenössischen Institut für Geistiges Eigentum (IGE) hat Bakbasel analysiert, wie die Schweiz in Sachen Patentanmeldungen für Zukunftstechnologien – dazu gehören unter anderem Robotik, das Internet der Dinge, künstliche Intelligenz, Fintech und Biomechanik – dasteht. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Laut Mitteilung steigt die Anzahl der Patentanmeldungen rasant an. Damit steige auch die Bedeutung der Technologien von morgen innerhalb aller Patentanmeldungen kontinuierlich an. „Im Durchschnitt hat sich die Wissensbasis zu den Zukunftstechnologien in den letzten neun Jahren fast verdreifacht“, heisst es. Das gilt für alle Regionen im Land. In der grössten Schweizer Forschungsregion (Zürich/Aargau) liegt der Anteil der Patentanmeldungen im Bereich der Zukunftstechnologien bereits bei über 25 Prozent. Im gesamtschweizerischen Vergleich ist dies der Spitzenwert.

Aber nicht nur die Anzahl der Patentanmeldungen steigt, sondern auch die Qualität, wie die Analyse ergeben hat. In allen Grossregionen ist sie demnach sehr hoch. Spitzenreiter sind die Patentportfolios in den Regionen Basel, Südschweiz und Bassin Lémanique. Hier erreicht laut Mitteilung fast jedes zweite Patent das Prädikat „Weltklasse“.

Diese Art der Auswertung stellt einen neuen Ansatz zur Analyse regionaler Forschungs- und Technologieaktivitäten im internationalen Vergleich dar. Statt der reinen Mengenanalyse steht die Bewertung der Forschungseffizienz und der -effektivität im Fokus; das heisst, es wird analysiert, ob die Unternehmen und Institution der betreffenden Region in den richtigen Forschungsbereichen tätig und ob sie darin gut und wettbewerbsfähig sind. Hierfür werden die Analysen mit neuen Technologiedefinitionen verknüpft. Sie ermöglichen es, Aktivitäten in Zukunftstechnologien zu identifizieren und zu bewerten, das heisst, zwischen Hype und Substanz zu unterscheiden. Insgesamt wurden mehr als 40 Technologien definiert, die in fünf Bereiche unterteilt sind: Materialien (z.B. Carbon, Graphene, 3D-Druckmaterialien, erweiterte Beschichtungen, smart Polymere, Textile, Komposite), Systeme (z.B. Photonik, Drohnen und autonome Mobilität, Robotik, Sensoren, Mikromechanik, Wearables, erweiterte Realität), Digital/IT (z.B. Internet der Dinge, Maschine-zu-Maschine, smarte Häuser, smarte Städte, Datennetzwerk, Internetsicherheit, Big Data, Crowdsourcing, Quantentechnologien, Finanztechnologien, Prozessautomation, neuronale Netzwerke, künstliche Intelligenz), Life Sciences (Mensch-Roboter-Interaktionen, Chiplabor, drug targeting, Biosensoren, Biodruck, Virus/Antikörper, Nahrungsergänzungsmittel, Genomik, Proteomik, Genveränderung) und Energy (z.B. Lagerung, Wasserstoff, Transformation/Effizienz, Management, Smart Grid, Generation, CO2-Abscheidung und -Speicherung, Climate Control). (pd/mt)