Schutzraum-Trend in den USA

Schutzraum-Trend in den USA

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In Zeiten, in denen sich immer mehr Menschen nicht mehr sicher fühlen, steigen die Investitionen in Sicherheitseinrichtungen. Nach Angaben der US-Bauberatungsfirma Pollack+Partners sind die Ausgaben in den Vereinigten Staaten für Bewegungsmelder, Alarmanlagen und Co. in den letzten Jahren massiv angestiegen.
 
Die Ausgaben für die persönliche Sicherheit, für geschützte, überwachte Räume sind in den USA gerade in den vergangenen Krisenjahren massiv gestiegen. Dabei kommen raffinierte Techniken zum Einsatz. So gibt es Häuser mit Hitzedetekoren, die zu erkennen vermögen, wenn sich die Raumtemperatur durch Körperhitze ändert. Ein neuer Trend sind biometrische Systeme. Bei diesen müssen die Eigentümer der Wohnung nicht einmal etwas berühren, wenn sie ihr Haus betreten. Das biometrische Schutzsystem der israelischen Sicherheitsfirma basiert auf einer Technik von Gesichts-, Stimmen- und Verhaltens-Erkennung, die innerhalb von zwei Sekunden den Schlüssel, bzw. die Türöffnung zu aktivieren vermag.
 
In immer mehr Häusern können Schalter einen ganzen (Wohn-)Bereich abkapseln mit verstärkten dreifachen Türen und gleichzeitig die Polizei alarmieren. Im Bereich Sicherheitsräumen werden gemäss Pollack+Partners alle Wünsche erfüllt. Als Beispiel wird ein Haus in Miami erwähnt, das für 47 Millionen Dollar mit einem Sicherheitsraum ausgerüstet wurde. Neben den Aufenthaltsräumen beinhaltet dieser einen eigenen Generator, ein separates Belüftungssystem, den Weinkeller, ein Gesichtserkennungssystem und eine Infrarot-Überwachung.

Bombensicherer Luxus

Ein anderes US-Unternehmen, SAFE - Strategic Armored and Fortified Environments, baut auf der ganzen Welt bombensichere Bunker, auch in ganz grossen Dimensionen. Deren Schutzvermögen dürfte in etwa einem guten Schweizer Standard entsprechen, die Ausrüstung geht aber weit darüber hinaus. SAFE-Bunker besitzen geothermische Energiequellen und sind mit allem Komfort ausgerüstet, inklusive Wellness-Anlagen.
 
Wer in einem solchen Bunker, ausserhalb der Schweiz, komfortabel die grosse Katastrophe überlebt, wird einsam bleiben, in einem Land bei dem Schutzräume für nicht einmal einem Prozent der Bevölkerung bestehen. (mai/pd)