Schulung für Baupraktiker

Schulung für Baupraktiker

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Am diesjährigen Dozententreffen der Schweizerischen Zentralstelle für Baurationalisierung (CRB) präsentierten die Gastgeber die neuen Arbeitsmittel und das zeitgleich entwickelte Lehrmittel zum neuen Baukostenplan Hochbau eBKP-H.
 
Vertreter der CRB-Geschäftsleitung und Mitglieder der Arbeitsgruppe «CRB-Schulung» stellten den Dozierenden und Interessierten die neuen Schulungsunterlagen für die Anwendung des eBKP-H vor. Ausserdem wurden die Anwesenden aus erster Hand über das neue Wissensportal von CRB, www.crbonline.ch, informiert. Auf der neuen Plattform lassen sich sowohl die bewährten als auch die neuen Standards von CRB abrufen (siehe «baublatt» 22/2209). Bei den Präsentationen wurde ein besonderer Fokus auf den neuen Baukostenplan Hochbau eBKP-H gelegt. Die neue Schweizer Norm wurde den Anwesenden ausführlich dargelegt (siehe Literaturhinweise «Der neue eBKP-H»).
 
Zudem kamen praktische Beispiele zur Sprache; insbesondere eine Diplomarbeit aus der Kostenplanung Tiefbau fand Beachtung. Nebst dem vorliegenden eBKP-H (Hochbau) wird später auch ein eBKP-T (Tiefbau) erscheinen.
 
Das neue Lehrmittel, der Ratgeber «Baukostenplanung: Theorie und Anwendung», wurde von Professor Christian Stoy, einem der beiden Autoren dieses Werks, persönlich vorgestellt. Dieses neue Lehrmittel (siehe Literaturhinweise «Das Lehrmittel zum eBKP-H») ist der erste von weiteren Ratgebern, die spezielle Fachgebiete des Bauwesens abdecken werden.
 
Die Dozenten und Fachlehrer der verschiedenen Hochschulen, Berufsschulen und Ausbildungszentren nahmen am abschliessenden Erfahrungsaustausch untereinander rege teil. In der Diskussion zeigte sich, dass Fachhochschulen, Fach- und Kaderorganisationen sowie Berufsschulen sehr daran interessiert sind, den neuen eBKP-H in den Unterricht zu integrieren. In diesem Zusammenhang wurde betont, dass die Entwicklungspartner von CRB den neuen eBKP-H bereits als Software-Lösungen umgesetzt haben.
 
Im Weiteren wurde der Ausbau des Kursangebots begrüsst. Hier können sich die Berufsleute zu den Möglichkeiten der Leistungsbeschreibung und des Kostenmanagements schulen lassen.
 

LITERATURHINWEIS

Der bisherige BKP (Baukostenplan 2001) ist bis heute ein bewährtes Instrument für die Bauadministration – von der Ausschreibung bis zur Abrechnung. Der BKP teilt sich in Arbeitsgattungen, mit aufsteigender Nummerierung gemäss Bauablauf. Diese Struktur hat sich in der gesamten Schweizer Bauwelt seit Jahrzehnten durchgesetzt.
Der neue Baukostenplan Hochbau eBKP-H (Norm SN 506 511) ist per 14. Mai in Kraft getreten. Er ermöglicht durch seine Struktur, die sich an Elementen orientiert, eine neue Durchgängigkeit in den verschiedenen Phasen des Planungs- und Bauprozesses. Vom Vorprojekt bis zur Realisation lassen sich nun die Strukturen von grob bis feingliedrig flexibel gestalten.