Schöner Wohnen in der Nachkriegszeit

Schöner Wohnen in der Nachkriegszeit

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Teaserbild-Quelle: Julius Shulman / Taschen-Verlag
Nichts ist dem Zufall überlassen: die exakt ­parallel zum Swimmingpool angeordneten Liegestühle, die bunten Kissen auf der Veranda und und der Gummibaum neben dem Sofa. Die Bilder, die der amerikanische Architekturfotograf Julius Shulman (1910 bis 2009) von kalifornischen Villen machte, erzählen von Wohnträumen der 50er- und 60er-Jahre.
 
Julius Shulman / Taschen-Verlag
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Julius Shulman / Taschen-Verlag
Julius Shulman inszenierte den Alltag in perfekt arrangiertem Interieurs.
 
Fassaden und Aussenräume wirken so makellos wie das perfekt geschminkte Gesicht einer Hollywoodschönheit dieser Zeit. Doch die Fotografien sind mehr als ein Porträt des Zeitgeistes: Sie machen auf vergessene Bauten des kalifornischen Modernismus und ihre weniger bekannten Vertreter aufmerksam. Der Bildband «Julius Shulman. Modernism Rediscovered» versammelt rund 300 Aufnahmen aus dem Archiv des Fotografen.

Shulman (1910–2009) zählt zu den bekanntesten Architekturfotografen der Nachkriegszeit. Seine Leidenschaft für die Architektur entdeckte er, als er 1936 die Richard J. Neutras Kun Residence ablichtete. Neutra war so begeistert, dass er ihm weitere Aufträge erteilte. Andere taten es ihm gleich: unter anderem auch Frank O. Ghery und Frank Lloyd Wright. (mai)

«Julius Shulman. Modernism Rediscovered»; Pierluigi Serraino; 575 Seiten; Deutsch, Französisch und Englisch; Taschen-Verlag; ISBN: 978-3-8365-4923-3