Schön teurer Prestigebau?

Schön teurer Prestigebau?

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Diesen Samstag feiert das Luzerner KKL sein zehnjähriges Bestehen. Doch mit der Freude über seinen runden Geburtstag scheint es in der Leuchtenstadt nicht weit her zu sein: Die offenbar massiv angestiegenen Sanierungskosten von Jean Nouvels Prestigebau lassen Steuererhöhungen befürchten.
 
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Das Luzerner KKL sorgt für Fragezeichen.
 
Noch im April rechnete man mit Sanierungskosten von „etwas mehr“ als ursprünglich für die Sanierung eingeplanten 13,5 Millionen Franken. Später wurden in der Sendung „Schweiz Aktuelle“ die möglichen Ausgaben mit 20 bis 24 Millionen beziffert. Damit die Kosten für den Prestigebau finanziert werden können, schliesst man eine Steuererhöhung nicht mehr aus. Sie sei aber als „letzte Massnahme“ vorgesehen, heisst es in der aktuellen Ausgabe der „Neuen Luzerner Zeitung“ (NLZ).
 
Er gehe davon aus, dass die diese Zahl stimme, erklärte der Grüne Grossstadtrat Hans Stutz gegenüber der NLZ. Auch der Stadtrat wisse, dass die Kosten in dieser Grössenordnung liegen würden. Deshalb sei es unverständlich, dass er die Zahlen nicht endlich auf den Tisch lege, so Stutz weiter. In einer Interpellation wollte er nun vom Stadtrat wissen, weshalb die Öffentlichkeit nicht transparent über die Folgekosten informiert worden sei. Man wisse noch nicht wie gross der faktische und finanzielle Handlungsbedarf tatsächlich sei, konterte Stadtpräsident Urs W. Studer laut NLZ. Bei der Berechnung griff der Stadtrat auf eine Studie der Zürcher ETH aus dem Jahr 2003 zurück. Inzwischen habe eine rasante technische Entwicklung statt gefunden, was automatisch zu höheren Preisen geführt habe, so Studer in der NLZ. Als weiteren Auslöser führt er die gestiegenen Lohnkosten ins Feld.
 
Zurzeit klärt eine Arbeitsgruppe von Bautechnikern die exakten Kosten ab. Die Untersuchungen laufen laut Studer darauf hinaus, was zwingend notwendig und was „nice to have“ sei. Die privatrechtliche KKL- Management AG könne der Stadt nicht einfach eine Rchnung stellen. Daneben wird laut Studer noch abgeklärt, wie viel der Kanton an die Sanierungskosten beitragen wird. (mai)
 

47.050395, 8.311672