Schneller nach Paris und Bern

Schneller nach Paris und Bern

Gefäss: 
Der Engpass auf der national und international wichtigen Bahnlinie Bern- Neuenburg wird beseitigt: Heute Freitag fand der Spatenstich zum Doppelspurausbau zwischen Rosshäusern und Mauss statt.
 
Somit laufen seit heute die Arbeiten am Ausbau des kurvenreichen, einspurigen Abschnitts zwischen Rosshäusern und Mauss. der immer wieder Ursache für Engpässe auf der Strecke Bern–Neuenburg ist.
 
Die BLS will mit dem Ausbau die Fahrzeiten durch eine neue Linienführung und ein zweites Gleis verkürzen. Gleichzeitig will sie so mehr betriebliche Kapazitäten schaffen und die internationale Verbindung Bern–Paris aufwerten. Das Kernstück der Neubaustrecke bildet der der 2,1 Kilometer lange Rosshäuserntunnel bei Mühleberg. Die neue Doppelspurstrecke soll Ende 2016 in Betrieb gehen.

Bahnhofsgebäude wird abgerissen

Bereits seit Monatsbeginn laufen die Arbeiten zur Modernisierung des Bahnhofs Rosshäusern: Er wird komplett umgestaltet. Das alte Bahnhofsgebäude und der Güterschuppen werden abgerissen und durch ein neues Technikgebäude ersetzt. Zudem erhält der Bahnhof zwei teilweise überdachte Aussenperrons mit Wartehallen sowie Rampen, die Gehbehinderten den Zugang zu den Perrons erleichtern. Vor dem Bahnhof werden Veloabstellplätze eingerichtet. Der Umbau geschieht grösstenteils während laufendem Bahnbetrieb und soll bis Ende 2013 abgeschlossen sein.
 
Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf rund 200 Millionen Franken. Weil die Strecke Bern–Neuenburg der Anbindung an das französische Hochgeschwindigkeitsnetz dient, finanzieren der Bund und die Kantone Bern, Neuenburg und Freiburg den Doppelspurausbau gemeinsam. Dies geschieht im Rahmen des Gesetzes zum HGV-Anschluss (Hochgeschwindigkeitsverkehrs-Anschluss) den das eidgenössische Parlament 2005 verabschiedet hat. (mai/mgt)