Schlieremer Bauboom lockt junge Ausländer an

Schlieremer Bauboom lockt junge Ausländer an

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Der Bauboom in der Stadt Schlieren ZH hat in den letzten zehn Jahren zu einem Bevölkerungswachstum von über 24 Prozent geführt. Eine ETH- Untersuchung zeigt, dass dabei viele junge, gut ausgebildete Personen zugezogen sind. Das liess sowohl Durchschnittseinkommen als auch Ausländeranteil steigen.

Die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner nahm in Schlieren rasant zu: Lebten 2003 noch 13'128 Personen in der Stadt im Limmattal, waren es 2013 bereits 17'598. Eine am Dienstag veröffentlichte ETH-Untersuchung zeigt, dass in die Neubaugebiete vor allem junge, gut ausgebildete Personen aus dem Ausland gezogen sind. Das liess zwar den Ausländeranteil auf stattliche 45,1 Prozent wachsen, liess aber auch das Durchschnitts-Einkommen deutlich ansteigen. 75 Prozent der Schlieremer verdienten im Jahr 2010 rund 64'500 Franken. Vier Jahre zuvor betrug das Durchschnittseinkommen erst 61'500 Franken. Es legte damit in Schlieren mehr zu als im restlichen Limmattal und im Kanton Zürich. Zudem sind viele der Neuzuzüger jung. Das heisst, dass sich Schlieren voraussichtlich auf steigende Steuererträge einstellen kann, weil diese jungen Erwachsenen mit dem Alter tendenziell mehr verdienen. Voraussetzung sei aber, dass diese Neuzuzüger Schlieren nicht nur als Durchgangsstation benützten, schreiben die Verfasser.

Im Rahmen dieser Untersuchung wurden auch die Schlieremer und Schlieremerinnen befragt, ob sie mit der Stadtentwicklung zufrieden sind: Die Umfrage zeigt, dass sich die Wahrnehmung der Lebensqualität seit 2005 tendenziell verbessert hat. 61 Prozent der befragten Personen gaben an, dass die Lebensqualität gestiegen ist.

Die Erkenntnisse dieser Untersuchung will die Stadt nun in die künftige Stadtentwicklung einfliessen lassen. Zu den wichtigsten Projekten zählen die Limmattalbahn und die Zentrumsgestaltung. (sda)