Schlechte Sterne für das Albana

Schlechte Sterne für das Albana

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Das Hotel Albana in Weggis steht seit drei Jahren leer. Nun soll es für 40 Millionen zu einem „Budget-Design-Kongresshotel“ umgebaut werden. Doch im Ort regt sich schon vor der Planauflage Widerstand gegen das Bauvorhaben.
 
Demnächst wird in der Gemeinde Weggis der Gestaltungsplan für den Um- und den Neubau des ehamligen Hotels Albana aufgelegt. Dies berichtet die „Neue Luzerner Zeitung“ in ihrer aktuellen Ausgabe. Wie die Zeitung weiss, handelt es sich bei dem geplanten Projekt um ein fünfstöckiges Gebäude. Neben 150 Zimmern umfasst das neue Hotel Kongressräume und eine Parkgarage. Überdies sollen in einem weiteren dreistöckigen Gebäude Eigentumswohnungen Platz finden. Eine offizielle Bestätigung gebe es derzeit nicht, schreibt die „Neue Luzerner Zeitung“. Fest steht aber die Bauherrin, die in Zürich registrierte Avora Albana GmbH. Ihr Projektleiter spreche von einer Investition in der Höhe von 40 Millionen Franken. Er rechnet damit, dass man – sofern alles reibungslos läuft – schon 2013 eröffnen wird.
 
Allzu neu ist das Projekt nicht. 2007 hatte die Avrora Albana das Hotel übernommen und dieses gleich geschlossen. Als sie dem Weggiser Gemeindrat ihre Volumenstudie des geplanten Projektes vorlegte, lehnte dieser das Bauvorhaben ab. Denn das vorgestellte Projekt war „nicht bewilligungsfähig“, unter anderem weil das Bauvolumen das zulässige Nuztungsmass weit überstieg.
 
Die Bauherrschaft habe im Verlauf der Planung die betroffenen Anwohner, den Kantonalen Denkmalschutz und mehrere Landschaftsschutzorganisationen über die Entwicklung des Projekts informiert, heisst es in der „Neuen Luzerner Zeitung“. Die Schutzverbände wollten vor der Auflage der Pläne keine Stellung beziehen. Auch Nachbarn wollten ihre Namen nicht in der Zeitung lesen. Hinter den Kulissen rumort es. Somit scheint es, als ob das Albana-Hotel ein ähnliches Schicksal ereilen könnte, wie das geplante Hotel Hertenstein im vergangenen Jahr: Das Hotel mit 70 Luxus-Suiten scheiterte an Einsprachen und an der Bau- und Zonenordnung. (mai)