SBV lehnt Mindestlohninitiative ab

SBV lehnt Mindestlohninitiative ab

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Die Mindestlohninitiative ist laut Schweizerischem Baumeisterverband (SBV) ein „Eigengoal“. Deshalb empfiehlt er, sie am 18. Mai abzulehnen. Die Folgen eines Ja erachtet er als volkswirtschaftlich und sozialpolitisch fatal.

Bei einer Annahme verdiente in der Schweiz jeder Arbeitnehmener mindestens 22 Franken pro Stunde oder 4000 Franken pro Monat. „Dies wäre der mit Abstand höchste, staatlich vorgeschriebene Mindestlohn der Welt“, schreibt der SBV in seinem Communiqué. IN der Folge würden zahlreiche Arbeitsplätze mittelfristig verschwinden, weil sie ins billigere Ausland ausgelagert oder durch vermehrten Einsatz von Maschinen und Rationalisierungsmassnamen ersetzt würden. Laut SBV würde damit die Arbeitslosigkeit zunehmen und beträfe vor allem diejenigen, die mit dem Mindestlohn geschützt werden sollen. Das heisst: gering Qualifizierte, Lehr- und Studienabgänger und Berufs-Wiedereinsteiger. Zudem rechnet er bei einer Annahme mit sinkenden Steuereinnahmen und in der Folge mit immer grösseren Löcher bei AHV und andern Sozialversicherungen.

Des Weiteren befürchten die Baumeister, dass ein Einstiegslohn von 4000 Franken für alle Ungelernten das Schweizer Berufsbildungssystem gefährdet. Könne ein 16jähriger Schulabgänger mit einem einfachen Hilfsjob 4000 Franken pro Monat verdienen, nehme seine Bereitschaft, eine Berufslehre zu absolvieren, rapide ab. Dadurch werde sich der Fachkräftemangel weiter zuspitzen. (mai/pd)