SBV: Gian-Luca Lardi wird Zentralpräsident

SBV: Gian-Luca Lardi wird Zentralpräsident

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Die Generalversammlung des Schweizer Baumeisterverbands hat am 27. Juni in Kreuzlingen den Tessiner Bauunternehmer Gian-Luca Lardi (44) zum neuen Zentralpräsidenten gewählt.
Die Generalversammlung des Schweizer Baumeisterverbands hat am Freitag in Kreuzlingen den Tessiner Bauunternehmer Gian-Luca Lardi zum neuen Zentralpräsidenten gewählt. Am 1. Januar 2015 wird er Nachfolger von Werner Messmer.

 

Gian-Luca Lardi (44) ist Bauunternehmer in Lugano. Der dipl. Bauingenieur ETH leitet seit 2007 die CSC Bauunternehmung AG und ist seit 2013 auch Delegierter des Verwaltungsrates. Seit fünf Jahren ist er Delegierter des Schweizerischen Baumeisterverbands und Vorsitzender des Forums überregionaler Firmen. Lardi ist verheiratet und wohnt mit seiner Frau und zwei schulpflichtigen Töchtern in Rovio über dem Luganersee. An seinem Wohnort politisiert er als FDP-Vertreter im Dorfparlament.

 

Die Generalversammlung des Schweizer Baumeisterverbands hat am 27. Juni in Kreuzlingen den Tessiner Bauunternehmer Gian-Luca Lardi (44) zum neuen Zentralpräsidenten gewählt.

"Ich bedanke mich bei allen Verbandsmitgliedern für das Vertrauen, das Sie in mich setzen", sagte Gian-Luca Lardi nach seiner Wahl den gegen 1000 Teilnehmern in der Bodensee-Arena in Kreuzlingen TG. Als Zentralpräsident will Lardi klare Prioritäten setzen: "Es wird eine Hauptaufgabe des Schweizerischen Baumeisterverbands sein, die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen der Branche zu verbessern. Das liegt im Interesse aller, denn das Baugewerbe schafft viele Arbeitsplätze auch in den abgelegenen Regionen unseres Landes und nicht nur in den grossen Ballungszentren", sagt Lardi. "Andere Branchen, welche die politische Agenda der letzten Jahre geprägt haben, tun dies meines Erachtens nicht im gleichen Ausmass".
Als weitere wichtige Aufgabe sprach Gian-Luca Lardi in seiner Rede an der Generalversammlung die 2015 anstehenden Verhandlungen für die Erneuerung des Landesmantelvertrags für das Bauhauptgewerbe (LMV) an. "Wir Verbandsmitglieder sind immer zu unserem Gesamtarbeitsvertrag gestanden, welcher von allen Seiten als vorbildlich gelobt wird. Es macht aber wenig Sinn, den Fokus auf den Ausbau der Leistungen zu richten, bevor ein flächendeckender und effektiver Vollzug des bestehenden LMV garantiert wird", erklärte Lardi. Er ist zuversichtlich, dass die anstehenden Verhandlungen für den LMV 2016 mit einer partnerschaftlichen Dialogkultur angepackt werden können. "Ich wäre überrascht, wenn die Löhne ein Problem darstellen sollten, denn unsere heutigen Mindestlöhne sind wesentlich höher als derjenige Mindestlohn, welchen die Gewerkschaften in der letzten Volksabstimmung gefordert haben", sagte Lardi. Der Mindestlohn beträgt heute für einen gelernten Maurer EFZ und einen gelernten Strassenbauer EFZ 5600 Franken (x13), für einen ungelernten Arbeiter 4600 Franken (x13). Ein Maurer EFZ bzw. ein Strassenbauer EFZ verdient 2014 in der Schweiz durchschnittlich 6000 Franken, ein ungelernter Hilfsarbeiter fast 4900 Franken.
Der Tag der Bauwirtschaft (Generalversammlung des Schweizerischen Baumeisterverbands und der Baumaterialien-Handelsgenossenschaft HG Commerciale) fand am Freitag, 27. Juni 2014, in der Bodensee-Arena in Kreuzlingen mit gegen 1000 Teilnehmern statt. Gastreferenten waren Jean-François Rime, Präsident des Schweizerischen Gewerbeverbands, Valentin Vogt, Präsident des Schweizerischen Arbeitgeberverbands sowie Kaspar Schläpfer, Regierungsrat und Volkswirtschaftsdirektor des Kantons Thurgau.(tw/sda)