SBV blickt auf das Baujahr 2013 zurück

SBV blickt auf das Baujahr 2013 zurück

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Der Schweizerische Baumeisterverband (SBV) blickt in seiner aktuellen Broschüre „Zahlen und Fakten“ auf das Baujahr 2013 zurück und stellt ihm grundsätzlich ein gutes Zeugnis aus. 2013 habe das Bauhauptgewerbe wieder das Volumen von 2011 erreicht und den Rückschlag von 2012 wett gemacht.

Auch 2013 habe die Witterung das Geschehen auf den Baustellen geprägt, schreibt der SBV. Obwohl bis in den April hinein selbst im Flachland immer wieder Schnee gefallen war, herrschten nie so eisige Temperaturen wie im Februar 2012. Die Witterung habe in den ersten Monaten des Jahres das Bauen zwar mühsam gestaltet und Mehraufwand verursacht, habe es aber selten unmöglich gemacht. Deshalb waren die negativen Auswirkungen auf die Baubranche laut SBV begrenzt: Die Umsätze beliefen sich auf 19,9 Milliarden Franken, und erhöhten sich damit gegenüber 2012 um 4,9 Prozent .

Als Treiber für das Wachstum sieht der SBV erneut den Wohnungsbau. Dieser habe von den tiefen Zinsen, steigenden Einkommen und dem Bevölkerungswachstum profitiert. Beim Volumen der bewilligten Wohnungen stellte der Verband im 2013 jedoch einen Rückgang fest: Das Volumen beläuft sich auf 29,3 Milliarden Franken und ist damit um knapp 3 Milliarden Franken tiefer als im 2012. Als eine Ursache dafür erachtet der SBV die „Torschluss-Bewilligungen“ im Zusammenhang mit der Zweitwohnungsinitiative. Aber es zeigte sich dennoch ein Negativtrend. Gemäss SBV waren die Volumen nämlich 2010 und 2011 höher.

Zudem sehen die Baumeister die Margen im Bauhauptgewerbe unter Druck. Wie eine vom SBV in Auftrag gegebene Studie zeigt, hatte das durchschnittliche EBIT 2009 nur 1,3 Prozent des Umsatzes betragen. Für das langfristige Überleben einer Baufirma seien 4 bis 6 Prozent nötig, heisst es in der Broschüre. An dieser Diagnose habe sich in den vergangenen Jahren nichts Grundlegendes verändert. Der Wettbewerb im Bauhauptgewerbe sei auch im 2013 „sehr intensiv“ geblieben. In diesem Zusammenhang sieht er auch bei den Preisen wenig Verhandlungsspielraum. Immerhin seien die Kosten gemäss Produktionskostenindex des SBV in den meisten Bausparten gleich geblieben. Dies deutet für den Verband zumindest auf eine „marginale Verbesserung“ der Margen hin. (mai)

Die Broschüre mit vielen interessanten Daten und Fakten können Sie www.baumeister.ch herunterladen.