SBB wollen keine hängenden Gärten

SBB wollen keine hängenden Gärten

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Am 22. September stimmt die Bevölkerung über das Projekt Central Park Basel. Dieses sieht eine parkähnliche Überdachung der Gleise westlich der Bahnhofpasserelle vor. Während die Bevölkerung gefallen am Projekt findet, sprechen sich offizielle Stellen gegen das Projekt aus – allen voran die SBB.

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Auf der Überdachung, die mit Stützen gehalten wird, soll ein Park angelegt werden.

Täglich passieren mehr als 100’000 Reisende den Bahnhof Basel, die Passerelle wird zu Stosszeiten zum Stauraum. Die Prognose sagt für die nächsten zehn Jahre eine Zunahme von weiteren 30 Prozent voraus. Die SBB wissen von diesem Problem und wollen deshalb eine Unterführung rund 100 Meter neben der Passerelle bauen, die die Personenströme aufnimmt.

Allerdings gibt es auch eine Alternative zu diesem Vorhaben – und zwar das Central-Park-Basel-Projekt, auch die hängenden Gärten von Basel genannt. Dieses sieht eine parkähnliche Überdachung der Geleise westlich der Bahnhofpasserelle vor. Initiant ist Donald Jacob, der seit sieben Jahre für das Projekt kämpft. In der Bevölkerung findet das Projekt grossen Anklang, offizielle Stellen dagegen lassen kein gutes Haar am Vorhaben – das Projekt sei unrealistisch, zu teuer und zu vage formuliert.

Die SBB, die vom Projekt direkt betroffen sind, spricht sich ebenfalls gegen das Projekt aus, wie die Basler Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe berichtet. So würde es zusätzliche Stützen benötigen, die die SBB in ihrer baulichen Entwicklung stark einschränken würden. Weiter müssten die Perrons im Bereich der neuen Unterführung verbreitet werden, weshalb auch hier das Projekt mit der Überdachung fehl am Platze sei. Die neue Fussverbindungen und einen Veloweg, neue Perronzugänge und eine bessere Anbindung des Gundeldingerquartiers an die Stadt, was vom Projekt auch verlangt werde, würden in anderen Projekten bereits realisiert und seien deswegen unnötig. Genauso überflüssig sei die im Projekt verlangte Randbebauung mit einem Wohn- und Geschäftshaus auf der Gundeldingerseite. Mit dem Stapelvolumen von Herzog & de Meuron gebe es bereits ein Projekt, das diesem Bedürfnis gerecht werde.

Die SBB hoffen deshalb, dass das Projekt am 22. September, wenn das Volk über das Projekt entscheidet, bachab geschickt wird. Bei einer Annahme muss der Grosse Rat das unformuliert eingereichte Projekt ausformulieren und dann dem Stimmvolk nochmals zur Abstimmung vorlegen. (ffi)

Wie die Vision genau aussieht, verrät folgender Film: