SBB vergibt Auftrag für Eppenbergtunnel

SBB vergibt Auftrag für Eppenbergtunnel

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Teaserbild-Quelle: flickr.com, Lokomotive

Die SBB hat den Auftrag für den Bau des Eppenbergtunnels an die Arbeitsgemeinschaft Marti Eppenberg vergeben. Der Tunnel ist ein Teilprojekt des Bahnprojekts „Vierspurausbau Olten-Aarau“ und schlägt mit 273,7 Millionen Franken zu Buche.

Wie die SBB mitteilen, umfasst der Auftrag den Rohbau des Eppenbergtunnels sowie dessen Zufahrten in der Wöschnau SO und in Gretzenbach SO. Die ARGE Marti Eppenberg werde den zweispurigen, drei Kilometer langen Tunnel mit einer Tunnelbohrmaschine ausbrechen. „Die Angebote haben gezeigt, dass dies die wirtschaftlichste Variante ist. Ein Ausbruch mit einer Tunnelbohrmaschine hat zudem für Anwohner und Umwelt geringere Emissionen zur Folge als ein konventionelles Vorgehen mit Sprengungen“, heisst es. Die Ausschreibung für die Ausstattung von Tunnel und Zufahren mit Bahntechnik erfolge separat, und zwar voraussichtlich im Sommer 2017.

Das Projekt kostet 55 Millionen mehr

Mit dem Projekt „Vierspurausbau Olten-Aarau“ wollen der Bund und die Schweizerischen Bundesbahnen den Engpass im Mittelland bis Ende 2020 beheben. Im Wesentlichen umfasst das Projekt Ausbauten bei der Zufahrt Olten, ein viertes, 2,5 Kilometer langes Gleis zwischen Dulliken und Däniken und als Herzstück den doppelspurigen Eppenbergtunnel sowie umfangreiche Massnahmen zu dessen Anbindung. Neu ins Projekt aufgenommen worden sind Gleisausbauten im Bahnhof Olten. Deshalb haben sich die Gesamtkosten von 800 auf 855 Millionen Franken erhöht, schreiben die SBB.

Der Vierspurausbau wird im Rahmen des Grossprojekts „ZEB“ (Zukünftige Entwicklung der Bahninfrastruktur) realisiert. ZEB ist ein Bahnausbaupaket des Bundes mit einem Umfang von 5,4 Milliarden Franken und beinhaltet mehr als 100 Infrastruktur-Projekte. (pd/mt)

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Schienen, Symbolbild