SBB stecken eine halbe Milliarde in den Bahnhof Liestal

SBB stecken eine halbe Milliarde in den Bahnhof Liestal

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Die SBB investieren im Bahnhof Liestal bis 2025 rund eine halbe Milliarde Franken. Geleise und Perrons sollen von drei auf vier Spuren ausgebaut werden, und die S-Bahn soll ein Wendegleis erhalten. In Planung sind zudem neue Bahnhofs-, Büro- und Verwaltungsbauten.

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Der Liestaler Bahnhof soll eine vierte Spur erhalten

Bis ins Jahr 2025 wollen die SBB eine halbe Milliarde Franken in den Bahnhof Liestal stecken. Einzelne Vorprojekte wurden bereits genehmigt. Geplant sind ein Ausbau von drei auf vier Spuren und ein Wendegleis. Vorgesehen sind zudem neue Bahnhofs-, Büro- und Verwaltungsbauten.

Am weitesten gediehen sind die Pläne für einen Gleisausbau. Das Bundesamt für Verkehr hat zwei Vorprojekte genehmigt: eines für den Ausbau der Geleise und Perrons von drei auf vier Spuren und ein anderes für den Bau eines Wendegleises für S-Bahn-Züge mit Endstation Liestal.

Mehr Pünktlichkeit das Ziel
Der Vierspurausbau und neue Durchfahrtswege durch den Bahnhof sollen die Zugskreuzungskonflikte entschärfen: Gleiskreuzungen könnten dann nicht nur bei der Bahnhofseinfahrt, sondern auch bei der Ausfahrt erfolgen, was mehr Möglichkeiten ergibt, wie die SBB in einer bereits 2012 vorgestellten Studie ermittelt hatten.

Vierspurausbau und Wendegleis sollen mehr Pünktlichkeit ermöglichen. Das Wendegleis ist zudem eine Vorleistung für einen späteren Viertelstunden-Takt der Regio-S-Bahn. Um diesen umzusetzen, braucht es allerdings noch mehr Ausbauten zwischen Liestal und dem Bahnhof Basel SBB.

Strauss von Massnahmen
Der Ausbau in Liestal erfordert eine Reihe von Massnahmen»: vom Abbruch SBB-eigener Häuser über den Abbruch und Neubau der zwei Bahnhofs-Personenunterführungen und einer Passerelle bis zu neuen Stützmauern und Strassenanpassungen. Ein neuer 420-Meter-Mittelperron soll gebaut, der Perron am Gleis 1 für das Wendegleis nach Norden verlängert und der Niveauübergang Schwieri geschlossen werden.

Die parallel zu den SBB-Gleisen verlaufenden Anlagen der Waldenburgerbahn (WB) sollen zudem seitlich verschoben und neu erstellt werden. Die WB plant gleichzeitig die Erneuerung ihrer gesamten Infrastruktur. Allerdings ist das Vorhaben noch im Baselbieter Kantonsparlament hängig.

Das Plangenehmigungsverfahren für den gesamten Gleisausbau samt Planauflage ist für 2017 bis 2018 vorgesehen. 2019 soll der Bau beginnen, und Ende 2025 sollen die neuen Anlagen in Betrieb gehen.

Der Ausbau soll unter Vollbetrieb stattfinden. Parallel zu den Gleis- und Perronausbauten wollen die SBB auch das Bahnhofsareal entwickeln. Entsprechend einer Absichtserklärung von 2013 soll dabei ein vom Kanton Baselland genutztes Verwaltungsgebäude entstehen. Zudem sollen ein neues Bahnhofs- und ein Bürogebäude gebaut werden.

Diesen Herbst finden dazu Generalplaner-Wettbewerbe statt, deren Ergebnisse für nächsten Mai erwartet werden. Das Verwaltungsgebäude mit einer Geschossfläche von 12 500 Quadratmeter soll bis 2020 erbaut sein, das Bürogebäude und der neue Bahnhof sollen bis 2025 folgen. Büro- und Bahnhofsgebäude umfassen Dienstleistungs- und Verkaufsflächen, der Bahnhof zudem auch Wohnungen und Flächen für die SBB. (sda/stg)